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Und keiner will‘s gewesen sein

In Kennzeichen- und Führerschein-Angelegenheiten müssen weiterhin alle Nicht-Greifswalder nach Anklam fahren.[KT_AUTOR_END][KT_CREDIT] FOTO: Archiv
In Kennzeichen- und Führerschein-Angelegenheiten müssen weiterhin alle Nicht-Greifswalder nach Anklam fahren.[KT_AUTOR_END][KT_CREDIT] FOTO: Archiv

Von Gabriel Kords

Nach dem Hickhack um die fehlende Zulassungsstelle in Greifswald stellt sich jetzt heraus: Es war alles nur ein Missverständnis. Weder der Landkreis noch das Innenministerium sind schuld. Das ändert aber nichts daran: Die neue Zulassungsstelle für alle wird so schnell nicht kommen.

Anklam/Loitz. Am Ende zahlt der Bürger die Zeche und die Behörden waschen ihre Hände in Unschuld: Das ist in etwa die Bilanz der Debatte um eine Kfz-Zulassungsstelle für alle Bürger des Kreises in Greifswald. Zur Erinnerung: Derzeit dürfen nur Greifswalder ihre Autos in Greifswald zulassen, alle anderen Kreis-Bürger müssen nach Anklam – auch wenn Greifswald etwa von Loitz aus deutlich näher wäre.

Vergangene Woche hatte der Kreis erklärt, die Einrichtung einer Zulassungsstelle in Greifswald habe das Innenministerium einstweilen untersagt. Das Ministerium erwiderte, man habe lediglich untersagt, eine neue Zulassungsstelle in Greifswald einzurichten. Eine Mitnutzung der bestehenden Greifswalder Zulassungsstelle, die bislang von der Stadt betrieben wird, sei indes „durchaus möglich.“

Kann schon sein, stellte Kreis-Sprecher Achim Froitzheim jetzt klar. Das mache aus Sicht des Landkreises allerdings keinen Sinn: „Zum einen konnten sich weder Stadt noch Kreis mit dieser Variante anfreunden. Zum anderen wäre der Synergieeffekt einer solchen Lösung gegenüber der vom Kreis bevorzugten Variante eher zu vernachlässigen.“ Soll heißen: Bevor der Kreis mit der Stadt kooperiert, will er die Sache lieber gleich allein in die Hand nehmen. Bloß, dass das noch ein Weilchen dauern wird – denn dafür muss das Ministerium erstmal den Haushalt genehmigen.

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