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Unsere Straßen sind ein sicheres Pflaster

VonJörg Foetzke

Immer weniger Unfälle
kann die Polizei auf vorpommerschen Straßen registrieren. Deshalb wird
es aber nicht weniger Verkehrskontrollen geben.

Vorpommern.Auf den Straßen der Region kracht es immer weniger, das ist der Tenor der Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion (PI) für das vergangene Jahr. So mussten die Beamten im Bereich zwischen Greifswald und Pasewalk 2012 8444 Unfälle aufnehmen, 294 weniger als im Jahr 2011. Vor allem der Anklamer Bereich ist für diese positive Entwicklung verantwortlich. Dort wurden 685 Crashswenigergezählt als 2011. Positiv ist die Bilanz auch noch in Greifswald mit 103 Unfällen weniger als 2011. Doch Ueckermünde (+29), Pasewalk (+52). Wolgast (+144) und Heringsdorf (+279) fallen aus diesem positiven Trend heraus.
Richtig deutlich, dass es auf vorpommerschen Straßen bei Unfälle zunehmend glimpflich abgeht, beweist die Zahl der Unfalltoten. Sie lag im Jahr 2011 noch bei 24, wogegen im vergangenen Jahr lediglich nur noch elf Menschen bei Autounfällen starben. Das hat laut dem Anklamer PI-Chef Gunnar Mächler mehrere Gründe. So verhindere die moderne Fahrzeugtechnik immer mehr, dass die Fahrer bei Unfällen zu Schaden kommen. Ebenso sei dies aber auch auf die Präventionsarbeit der Polizei zurückzuführen.
Hauptursachen für Unfälle sind nach wie vor Missachtung der Vorfahrt sowie des Sicherheitsabstandes sowie unangemessene Geschwindigkeit und Fahren unter Alkoholeinfluss, wobei für die drei letzteren Unfallursachen die Zahlen noch anstiegen. Das gilt ebenso für Baumunfälle und Kollisionen mit Wildtieren. Vor allem Wildunfälle sind mit einem Anteil von 27,1 Prozent am Gesamtaufkommen stark angestiegen. Bedenklich auch, dass bei jedem sechsten Unfall der Verursacher das Weite suchte. Vor allem im Greifswalder Raum machen sich die Bruchpiloten oft aus dem Staub. Bei Unfällen mit Radfahrern ist hingegen ein Rückgang um gut 300 Fälle zu konstatieren. Auch werden immer weniger junge Fahrer unter 25 Jahren in Crashs verwickelt. So waren es 2012 rund 200 weniger als im Vorjahr.
Hingegen haben sich dieAnklamer Beamten 2012 als echte Kontrollfreaks erwiesen. So gab es im Bereich fast 4000 Verkehrskontrollen. Bei fast 200 000 kontrollierten Fahrzeugen wurden über 22 000 Verstöße festgestellt. Zu hohe Geschwindigkeit (7956 Fälle), ohne Freisprechanlage telefoniert (985), Fahren bei Rot (749) und der nicht angelegte Sicherheitsgurt (5084) mussten die Beamten am häufigsten bemängeln. Mächler erklärte, dass die Polizei auch künftig ihre intensive Kontrolltätigkeit beibehält.

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