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Wenn der Zahnarzt zum Lichtschwert greift

Diesmal tat es überhaupt nicht weh: Die Jarmener Zahnärztin Angela Gorkow zeigte den Kindern ihr Handwerkszeug, wie zum Beispiel diese Zange zum Zähneziehen.  FOTOs: Stefan Hoeft
Diesmal tat es überhaupt nicht weh: Die Jarmener Zahnärztin Angela Gorkow zeigte den Kindern ihr Handwerkszeug, wie zum Beispiel diese Zange zum Zähneziehen. FOTOs: Stefan Hoeft

VonStefan Hoeft

Jarmens Grundschüler absolvierten jetzt statt normalem Unterricht so genannte Gesundheitstage. Unter anderem ging es
zum Probesitzen auf den Behandlungsstuhl. Zufällig erlebten sie sogar einen echten Rettungseinsatz.

Jarmen.Auch der Zahnarzt kämpft mit Lichtschwert und Zauberlampe, allerdings nur bei Kindern und wenn es gegen den berüchtigten Zahnteufel geht. Dieses Geheimnis erfuhren die Jungen und Mädchen der örtlichen Grundschule jetzt bei einer Stippvisite in der Praxis an der Jarmener Burgstraße. Denn um den jungen Patienten die Angst zu nehmen, haben die Mitarbeiter dort so manchem der mitunter bedrohlich wirkenden Werkzeuge Fantasienamen verpasst. Wie zum Beispiel jenem „magischen“ Stab, der hellviolettes Licht aussendet und die Kunststofffüllungen hart werden lässt. Tatsächlich, befanden einige der gespannt lauschenden Buben, sehe das Ganze ein bisschen wie aus einem Star-Wars-Film aus.
Aber diesmal brauchte erst recht niemand Angst vorm Arsenal der Zahnklempner zu haben, war das Ganze doch lediglich ein Informationsbesuch im Rahmen der Projekttage in dieser Woche, die mit dem Thema Gesundheit überschrieben sind. Dazu gehörte neben einer ordentlichen Ernährung unter anderem eben auch der Einblick in die Medizin. Und so ließen sich die Kinder von den Zahnärztinnen Angela Gorkow und Christin Lenz deren Handwerkszeug erklären und bekamen Tipps zum richtigen Zähneputzen.
Außerdem fuhren auf dem Schulhof der Notarztwagen und der Rettungstransportwagen der Jarmener Rettungswache vor, die Besatzung vom DRK stellte nicht ohne Stolz deren moderne Ausstattung vor. Manche Schüler bekamen schon recht große Augen über dass, was diese Fahrzeuge so alles und wofür in ihrem Bauch verstecken. Und dürften wohl beruhigt gewesen sein zu hören, dass die Extra-Behandlungskoffer für Kinder recht selten geöffnet werden müssen. Obendrein bekamen sie veranschaulicht, dass die Rettungsassistenten bei Alarm wirklich alles stehen und liegen lassen. Denn zumindest der RTW schloss mitten in der Projektstunde wegen eines Notfalls in Gützkow schnell wieder alle Klappen und Türen, um wenig später mit Blaulicht zum Einsatz loszubrausen.

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