Februar 16, 2012
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Leute von Redaktion

Wer hat die meiste Puste?

Winterferien können so schön sein: Ob bei der Fahrt ins Demminer Kino, beim Bauen von Vogelhäuschen oder beim Pizzabacken – die Kinder des Loitzer Horts „Sonnenblume“ sind mit Eifer bei der Sache.

Kirschkern-Weitspucken ist ein lustiger Wettbewerb, der nicht nur im Sommer Spaß macht. Auch die Winterferien-Kinder, die derzeit im Hort „Sonnenblume“ ihre freie Zeit verbringen, hatten viel Freude bei ihrer Nonsens-Olympiade. [RS_CREDIT] FOTO: Ulrike Rosenstädt
Kirschkern-Weitspucken ist ein lustiger Wettbewerb, der nicht nur im Sommer Spaß macht. Auch die Winterferien-Kinder, die derzeit im Hort „Sonnenblume“ ihre freie Zeit verbringen, hatten viel Freude bei ihrer Nonsens-Olympiade. [RS_CREDIT] FOTO: Ulrike Rosenstädt
Loitz (Ulrike Rosenstädt)  

Langeweile kennen die Mädchen und Jungen nicht. Auf jeden Fall diejenigen nicht, die die Ferienspiele im Loitzer Hort „Sonnenblume“ besuchen. Beschäftigung in gemütlicher Atmosphäre und Auspowern an der frischen Luft gefällt und bekommt den Kindern offensichtlich gut. Sogar bei der Nonsens-Olympiade, bei der es um viel Geschicklichkeit geht, herrscht gute Stimmung. Gemeinsam mit drei Erzieherinnen verbringen die Schüler ihre Winterferientage. Wer Lust hat, beteiligt sich am Kochen, wer sich in die Kuschelecke zurückziehen möchte, hat dazu Gelegenheit. Doch natürlich sind auch die Loitzer und die Kinder aus den umliegenden Orten neugierig und gehen gern auf Tour. Ein Besuch im Demminer Kino steht in dieser Woche ebenso auf dem Plan wie eine Handwerk-Stunde. Unter Anleitung eines Erwachsenen entstehen dabei Vogelhäuser.
Mike, Martin, Jon und die anderen machen einen sehr zufriedenen Eindruck. „Ich finde hier alles gut und habe auch schon Kumpel gefunden“, freut sich Jon. Der Neunjährige besucht eine Schule in Demmin und nun schon zum zweiten Mal die Ferienspiele bei den „Sonnenblumen“. Hortleiterin Dana Bleck teilt seine Freude: „Jon ist ein Gastkind, das sich wohlfühlt und aktiv teilnimmt – ob beim Einkaufen fürs Mittagessen oder beim Spielen und anschließenden Aufräumen. Wir kommen gut miteinander aus.“
Vom 6. bis zum 17.Februar steht die Hort-Tür wie immer weit offen. Diese Woche begann mit einer Nonsens-Olympiade, dem Schreiben oder Malen von Geschichten und dem Zubereiten des Mittagessens. „Erst wird gemeinsam eingekauft, dann gekocht, Tisch gedeckt und abgeräumt“, erzählt die Hort-Erzieherin. Bei allem Ferienspaß steckt natürlich auch ein bisschen Erziehung hinter den Aktivitäten. Doch ein erhobener Zeigefinger ist nicht sichtbar. Es geht um das Vermitteln von Alltäglichkeiten, die einfach Spaß machen sollen.
Ausreichend Spaß hatten alle übrigens auch beim Kirschkern-Weitspucken – einem Spiel, das nicht allein im Sommer richtig Laune macht. Es brauchte am Montagvormittag ein Glas eingelegte Kirschen, zwei Mannschaften, die sich warm angezogen und auf dem Schulhof versammelt hatten, und natürlich einen Schiedsrichter. Und schon nahm der Spaß seinen Lauf. Die Ziellinien waren schnell in den Schnee gemalt. Wer am Ende die meiste Puste hatte, ging fast unter. Was zählte, war der lustige Moment.
Damit den Hortkindern die ersten Schultage nicht ganz so schwer fallen, planen die Erzieherinnen schon heute eine Faschingsfeier. Die steigt am kommenden Dienstag. „Wir feiern immer gern bei uns im Hort“, sagt Dana Bleck. Wer viel arbeitet, soll schließlich auch feiern dürfen. Stimmt! Und ein nicht ganz zu unterschätzender Aspekt ist der, dass die Kinder immer an der Organisation und Umsetzung der Arbeiten, die so ein Fest mit sich bringen, mit einbezogen werden. Und dann erzählt Dana Bleck noch von einem neuen Projekt, auf das sich Kinder und Erzieher gleichermaßen freuen. In Zusammenarbeit mit der Regionalen Schule in Loitz werden gegenwärtig T-Shirts für die Hortkinder entworfen und bedruckt. „Einheitliche Shirts wollten wir schon lange haben und nun werden unsere Ideen realisiert, das ist toll“, gerät die Hortleiterin kurz ins Schwärmen. So viel sei verraten: Die Mädchen und Jung-en werden künftig bei Ausflügen oder Auftritten farbenfroh daher kommen – wie es Sonnenblumen von Natur aus auch einfach mal sind.

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