Nordkurier.de

Wer hat die Tierquäler gesehen?

Das Schicksal des kleinen Hundes, der tot in der Nähe des Anklamer Flugplatzes gefunden wurde, hat viele Menschen berührt. Seine Peiniger hatten ihm die Schnauze sowie Vorder- und Hinterläufe mit Kabelbindern abgebunden und ihn einem qualvollen Schicksal überlassen. Die öffentliche Empörung war groß, ein Facebook-Nutzer und die Tierschutzorganisation PETA haben jeweils 500 Euro Belohnung für die Ergreifung der Tierquäler ausgesetzt, zwei Anklamer Steuerberater wollen noch 150 Euro drauflegen. Doch weder Geld noch die öffentliche Anteilnahme brachten die Ermittler vom Anklamer Kriminalkommissariat weiter. Nach Information der Pressesprecherin der Polizeiinspektion (PI) Anklam gab es nicht einen Hinweis aus der Bevölkerung zu diesem grausamen Fall.
Wenn niemand den kleinen Hund in Anklam und Umgebung gesehen hat, haben Tierquäler von außerhalb alles vorher geplant und Anklam nur per Zufall zum Schauplatz dieser scheußlichen Tat gemacht? Da sind sich die Ermittler wohl auch nicht ganz sicher. Der Hund sei am Verbindungsweg zwischen Flugplatz und der Spantekower Landstraße hinter einem Erdwall abgelegt worden. Diesen Platz habe man nicht einfach zufällig finden können, ist man sich bei der Polizei sicher. Da es aber bisher keine anderen Anhaltspunkte gibt, hoffen die Ermittler auf Zeugen. Wer also in den letzten Märztagen an der Verbindungsstraße zwischen Flugplatz und Spantekower Landstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt hat, sollte sich mit der Polizei in Verbindung setzen.
Auf Zeugen hoffen die Kriminalisten auch im Fall des erschlagenen Hundes, der am 24. März in Balm am Achterwasser auf der Insel Usedom von einem Spaziergänger gefunden wurde. Da es sich bei dem Tier um einen seltenen Shar-Pei handelte, konnte der auf der Insel Usedom lebende Halter des Tieres schnell ermittelt werden. Doch offenbar ließ sich daraus nicht automatisch auf den Hundemörder schließen. So treten die Ermittler offenbar auf der Stelle und hoffen auch in diesem Fall, dass sich doch noch Zeugen finden, die mit ihren Beobachtungen helfen könnten, die schlimme Tat aufzuklären.
Hinweise zu beiden Fällen werden in allen Polizeidienststellen entgegengenommen. Telefonische Meldungen sind unter der Rufnummer 03971 2510 möglich.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×