Nordkurier.de

Wer macht bei der nächsten Wahl das Rennen?

Die Wahl zum neuen Stadtrat finden zwar erst 2014 statt, doch so langsam positionieren sich die Parteien schon. Überraschendste Personalie ist dabei Altbürgermeister Wolfgang Stifft, der vielleicht nochmal zur Wahl antreten wird.  FOTO: Gabriel Kords
Die Wahl zum neuen Stadtrat finden zwar erst 2014 statt, doch so langsam positionieren sich die Parteien schon. Überraschendste Personalie ist dabei Altbürgermeister Wolfgang Stifft, der vielleicht nochmal zur Wahl antreten wird. FOTO: Gabriel Kords

Von Jörg Foetzke

Hinter den Parteikulissen dreht sich das Kandidatenkarussell für die nächste Stadtvertretung schon ganz kräftig – dabei wird das Anklamer Kommunalparlament erst in gut einem Jahr neu gewählt.

Anklam. Langsam aber sicher formieren die in Anklam vertretenen Parteien ihre Reihen für die Neuwahl der Stadtvertretung im Mai kommenden Jahres. Vor allem die Anklamer Christdemokraten haben Großes vor. Wieder stärkste Fraktion will die CDU in der neue Stadtvertretung werden und die „Initiativen für Anklam“ in die Schranken weisen. Und die Mannen um Regionalchef Steffen Gabe haben auch schon einen Plan. So sollen drei allseits in der Stadt anerkannte Persönlichkeiten für die CDU kandidieren und mit ihrer Popularität viele Stimmen einfahren.

Eines dieser Zugpferde soll der Anklamer Alt-Bürgermeister Wolfgang Stifft sein. Gegenwärtig soll sich Stifft noch gegen eine Kandidatur sträuben, doch mit Argumenten will der Regionalvorstand ihr prominentes Mitglied überzeugen. Offenbar haben sie gute Chancen: Noch im Februar fabulierte Stifft darüber, dass man sich im Rentenalter besser aus der Politik heraushält. Keine zwei Monate später lässt er sich dann aber in den Regionalvorstand wählen.

Auf zwei andere „Stimmenbringer“ muss die CDU endgültig verzichten. Karl-Dieter Lehrkamp und Renate Jasinski halten unbeirrt am Rücktritt fest. „Ich habe meinem Mann versprochen, mit 60 ist Schluss. Dabei bleibt es auch“, bekräftigt Renate Jasinski. Den Rücktritt vom Rücktritt schließt auch Dieter Lehrkamp aus. „Ich finde es schade, dass viele hoffnungsvolle junge Leute in unserer Stadt wohl schon ihren Biss verloren haben“, meinte er angesichts des Comebacks des Altbürgermeisters.

Auch die Linken werden im kommenden Jahr ohne eines ihrer bisherigen Zugpferde zur nächsten Stadtvertreterwahl antreten. Wolfgang Schröder, Chef des Bau- und Wirtschaftsausschusses, will nicht mehr antreten. „Mit 76 ist es jetzt genug“, meinte er. Das könnte die „Roten“ in eine Personalnot stürzen, denn um den politischen Nachwuchs ist es bei den Linken gar nicht gut bestellt. Doch auf einen Aktivposten können sie weiter bauen: Monika Zeretzke wird zur Stadtvertreterwahl im nächsten Jahr wiederum an Bord sein.

Nicht viel besser sieht es bei den Sozialdemokraten aus: Der bisherige Fraktionsvorsitzende Uwe Schultz befindet sich noch in der „Findungsphase“ für eine weitere Kandidatur. Die Chance für seine Partei schätzt er als nicht schlecht ein. Was fehlt, sind jedoch fähige junge Leute.

Auch bei der IfA sind die Wahlvorbereitungen in vollem Gange. Bereits im April wurden während einer Mitgliederversammlung spezielle Arbeitsgruppen gegründet. „Wir werden mit einem noch besseren Ergebnis aus der Wahl hervorgehen als 2009. Ob sich der in Sachsen schwer beschäftigte Unternehmer Holger Meyer wieder für die Wahl zur Stadtvertretung aufstellen lässt, bleibt ungewiss. „Mit ihm haben wir es so vereinbart, dass er, wenn es irgendwie möglich ist, an jeder Stadtvertretersitzung in Anklam teilnimmt“, heißt es dazu nur aus IfA-Kreisen.

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×