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Zum Besuch direkt an der Milch-Quelle eingeladen

Moderne Technik im Melkstand – die Kinder aus der Kita in Ducherow haben sich genau angesehen, wie das alles funktioniert. Christian Reek von der ALWI agrar GmbH erklärte die Abläufe. [KT_CREDIT] FOTOs: L. Storbeck
Moderne Technik im Melkstand – die Kinder aus der Kita in Ducherow haben sich genau angesehen, wie das alles funktioniert. Christian Reek von der ALWI agrar GmbH erklärte die Abläufe. [KT_CREDIT] FOTOs: L. Storbeck

VonLutz Storbeck

Wie riecht es in einem Kuhstall? Was steht auf der Speisekarte für die Rinder? Und wo kommt eigentlich die Milch genau her? Für die Mädchen und Jungen aus der Ducherower Kita gab es in der Milchviehanlage der ALWI agrar GmbH und
Co. KG allerhand zu sehen.

Wietstock.Jeremiah Gentz aus Auerose kennt schon fast alles, was es an Tieren und an Technik auf einem Bauernhof gibt. „Das haben wir zu Hause auch“, sagt der Knirps und zeigt auf einen Traktor. Der Steppke aus der Kita Ducherow ist mit etwa 20 Altersgefährten zu Gast in der Milchviehanlage der ALWI agrar in Wietstock. Für das Landwirtschaftsunternehmen sind solche Besuche nichts Neues. Regelmäßig sind Schüler, aber auch Mädchen und Jungen aus der Kita in Ducherow zu Gast und sehen sich an, was in so einem Unternehmen passiert.
An diesem Tag ist Christian Reek der Gastgeber. Er kennt sich bestens aus mit allem, was in dem Agarunternehmen mit dem lieben Rindvieh zu tun hat. 240 Milchkühe hat das Unternehmen, dazu die Nachzucht. Und so kann es auch gleich losgehen, als die Kinder nach einem kurzen Fußmarsch bei der Milchviehanlage anlangen. „Ich zeig euch mal, wo die Kühe wohnen und was sie fressen“, sagt Christian Reek. Was das alles ist, das wissen die Kinder. Was aber nicht alle wissen: wie sieht das Gemisch aus allerlei Zutaten aus? Christian Reek nimmt eine Handvoll Rinderfutter und lässt die Steppkes daran riechen. „Puh, das stinkt aber“ sagen einige. Andere finden das nicht. „Das stinkt nicht, das riecht – aber das sieht wohl jeder anders“, sagt Christian Reek schmunzelnd.
Von den Kühen ist im Moment nichts zu sehen. Kein Wunder, denn die sind gerade auf dem Weg zum Melkstand. Den Weg dorthin kennen sie genau, eine nach der anderen drängt in das Gebäude, in dem die modernen Melkgeräte installiert sind. „So um die 30 Liter pro Tag, manche geben auch mehr“, beantwortet Christian Reek die Frage, wie viel Milch denn am Tag von einer Kuh kommt. Bei der nächsten Station können die Kita-Kinder dann auch genau sehen, wie die Melkmaschine funktioniert. Jeweils fünf Mädchen und Jungen dürfen mit Christian Reek in den Melkstand – mehr nicht, denn dort gibt es nur einen schmalen Gang, in dem der Melker zu tun hat. Die Milch wird maschinell gepumpt, doch das war nicht immer so. Früher mussten die Tiere mit der Hand gemolken werden, erklärt Christian Reek, nimmt einen der Jungs auf den Arm und lässt ihn selbst probieren, aus dem Kuheuter Milch zu melken. Gar nicht so einfach, und um einen Eimer vollzumelken braucht es bestimmt sehr lange, stellen die Kinder fest.
Über die Besucher so junger Gäste freut sich das Altwigshagner Agrarunternehmen. Die Kinder lernen etwas über die Landwirtschaft. Vielleicht wird dadurch auch das Interesse an einem Beruf in dieser Branche geweckt. Wie dem auch sei – laut Christian Reek hat das Unternehmen derzeit drei Lehrlinge aus Ducherow. Und wer weiß, vielleicht lernt Jeremiah Gentz auch in der Firma? Viel weiß der Knirps zwar schon, aber auch in der Landwirtschaft steht die Zeit nicht still – es gibt immer wieder Neues zu entdecken und zu lernen.

Kontakt zum Autor
l.storbeck@nordkurier.de

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