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Zum Schöffen wird niemand gezwungen

Anklam.Auf der Suche nach Jugendschöffen wird der Kreis offenbar doch darum herumkommen, auch Bürger als Schöffen zu verpflichten, die sich gar nicht beworben haben. Wie Kreis-Mitarbeiter Christoph Krohn mitteilte, liegen einen Tag vor dem Ende der Bewerbungsfrist am morgigen Freitag nunmehr genug Bewerbungen vor.
Der Landkreis hatte die Bewerbungsfrist zuletzt um einen Monat verlängern müssen, weil sich nicht genug Interessenten für das Laienrichter-Amt gefunden hatten, wobei es interessanterweise erhebliche regionale Unterschiede gab: In Greifswald sei es besonders schwierig gewesen, genügend Bewerber für das verantwortungsvolle Ehrenamt zu finden, während das etwa in Anklam kein Problem war.
Insgesamt 2020 Frauen und Männer werden im gesamten Großkreis benötigt. Die Auswahl, wer Haupt- und wer Hilfsschöffe wird, soll der Jugendhilfeausschuss in seiner nächsten Sitzung vornehmen.
Vorher muss die Kreisverwaltung noch überprüfen, ob die Bewerber auch die Voraussetzungen für das Amt erfüllen. Die sind:Die deutsche Staatsangehörigkeit, Beherrschen der deutschen Sprache und am 1. Januar 2014 mindestens 25 Jahre alt, aber bei Beginn der Wahlperiode nicht älter als 70.Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Wer sich noch bewerben will, kann das bis morgen tun und zwar per Post beim Landkreis unter dem Stichwort „Jugendschöffen.“gab

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