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Als Fernfahrer um die Welt oder bald ein Sternekoch?

Mädchen und Jungen der Klasse 8 der Pestalozzischule in Demmin sind im Internet auf der Suche nach der richtigen Lehrstelle.  FOTO: Gudrun Herzberg
Mädchen und Jungen der Klasse 8 der Pestalozzischule in Demmin sind im Internet auf der Suche nach der richtigen Lehrstelle. FOTO: Gudrun Herzberg

VonGudrun Herzberg

Wie sehen deine Berufswünsche aus? Weißt du überhaupt schon, was du mal werden möchtest? Antwort auf diese Fragen finden Jugendliche im Internet. Wollen sie hinaus in die Welt oder in der Region bleiben?

Demmin.„Viele von ihnen möchten gern eine Ausbildung in der Region machen. Denn sie sehen, dass das jetzt wieder möglich ist. Es gibt weniger Bewerber als Ausbildungsplätze“, erklärt Berufsberaterin Gisela Preuß.
Zwei Wochen lang machte das BiZ-Mobil der Arbeitsagentur Neubrandenburg in Demmin Station. Und es wurde gut genutzt, meint die Berufsberaterin. Immerhin kamen 15 Schulklassen aus Demmin und Dargun, sogar aus dem benachbarten Loitz. „Die Loitzer hatten den Wunsch geäußert, das Mobil nutzen zu dürfen, denn eigentlich gehören sie jetzt in einen anderen Landkreis“, so Gisela Preuß. Informationen über Berufe gaben auch Vertreter der Bundeswehr und der Polizei. Beim Bewerbertraining lernten die Mädchen und Jungen, was alles dazu gehört, um sich für eine Lehrstelle in einer Firma vorzustellen. „Ich möchte unbedingt Polizistin werden. Das ist schon klar. Den sportlichen Test schaffe ich auf jeden Fall, ich bin sehr sportlich“, meint Angelique Siebke, Schüler der 8. Klasse der Pestalozzischule. Für Lynn Schuldt kommt nur Bürokauffrau in Frage. Sie hat schon in einer Firma ein Praktikum gemacht und möchte bei ihrer Arbeit auch etwas mit Fahrzeugen zu tun haben. Manja Perleberg sucht im Internet nach Angeboten als Tierpflegerin. „Vielleicht habe ich im Rostocker Zoo eine Chance, das wäre toll. Denn Tiere interessieren mich. Zu Hause habe ich Katzen, Hühner und Meerschweinchen“, erzählt die
14-Jährige. Bei den Jungs sind die Berufswünsche da noch längst nicht so klar. Sie sind noch auf Suche, haben eigentlich noch keine Vorstellungen, wo sie einmal arbeiten wollen. Nur Kevin Rohkohl ist sich da schon sicher. „Ich werde Fernfahrer und bereise das Ausland. Vor allem die Länder Norwegen und Schweden interessieren mich“, sagt er. Und wenn das nicht klappen sollte, hat er noch eine zweite Möglichkeit parat. „Dann werde ich Koch. Ich koche zu Hause schon sehr gern.“ Seine Mitschüler lassen sich inzwischen Hinweise von Berufsberaterin Gisela Preuß geben. „Benennt eure Interessen und Fähigkeiten, dann findet sich schon das Richtige.“

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g.herzberg@nordkurier.de

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