Februar 23, 2012
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Mecklenburg-Vorpommern von Eckhard Kruse

„Angenehm, Sellering...“

Um das Eisenbahnmuseum Neukalen, Ärger mit der Kreisreform, Arbeitsplätze und eine Erfindung ging es gestern unter anderem in der Sprechstunde von Erwin Sellering.

Erwin Sellering begrüßt Rainer Grossmuck aus vom „Domjüch-Verein“ Neustrelitz. [RS_CREDIT] FOTO: Eckhard Kruse
Erwin Sellering begrüßt Rainer Grossmuck aus vom „Domjüch-Verein“ Neustrelitz. [RS_CREDIT] FOTO: Eckhard Kruse
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Neukalen (nk)  

Die drei Nobelkarossen vor dem Neukalener Rathaus wiesen schon darauf hin, dass gestern etwas anders war als sonst in der Stadt. In der Tat: Ministerpräsident Erwin Sellering hatte sich in dem Gebäude einquartiert. Zusammen mit einigen Mitarbeitern und Sicherheitspersonal wollte er wieder einmal wissen, was die Bürger im Land bewegt und bedrückt.

„Es sind dieses Mal sehr angenehme Gespräche gewesen“, sagte Sellering in einer Beratungspause. Viele drehten sich um persönliche Dinge. Andere, wie die um das Neukalener Eisenbahnmuseum im Bahnhof, beschäftigten sich mit Themen, die für die Öffentlichkeit wichtig wären. So warb der Verein für mehr Tourismus an der Draisinenstrecke. Denn das Museum bekomme sonst nicht mehr Besucher. Sellering versprach, zu sehen, ob das Land über die Tourismusförderung etwas machen könne. Eine Schule setzte sich für die Wiederkehr der Zuschüsse für Schulausflüge ein. Das will Sellering im Auge behalten. „Wir wollten aber, dass mehr Geld bei den Kindern ankommt.“ Damit hoffe man, dass nicht nur Schulen, die Schulausflüge durchführen, die Gelder bekommen. Ein Neukalener bat um Hilfe bei der Suche nach einer Stelle als Logistiker.


Sellering traf auf viele Gesprächspartner


Helmut Spielhalla aus Drosedow bei Loitz machte sich über die Kreisgebietsreform Luft. „Ich muss jetzt 67 Kilometer nach Anklam fahren, wenn ich einen Führerschein will.“ Mit vier bis fünf Stunden sei das eine Tagesreise. Auch bemängelte er, dass viele Demminer Kreisbehörden wenige Wochen vor der Reform kaum mehr ansprechbar waren. Das Katasteramt sei seinen Worten zufolge abgeklemmt gewesen. Das Umweltamt wollte keine Anzeige mehr aufnehmen. Aber auch Menschen aus Teterow, Remplin, Schorssow, Zarnekow, Malchin und Groß Wokern sprachen mit Sellering.


Am weitesten gereist war ein Vertreter des Spielautomaten-Verbandes, der darauf aufmerksam machte, dass geplante Reglementierungen nicht für ausländische Internetbetreiber gelten. Aus Stralsund stellte der Maschinenbauingenieur Hans Horn seine Erfindung vor. Wie er dem Nordkurier erläuterte, könne die Erdanziehungskraft in andere Energie umgewandelt werden. „Es handelt sich aber nicht um ein Perpetuum mobile“, betonte er.


Und aus Neustrelitz sprach Rainer Grossmuck mit dem Regierungschef. Er ist Mitglied der Vereins zum Erhalt der Domjüch, der ehemaligen Landesirrenanstalt, und wundert sich, dass noch keine Antwort auf einen Förderantrag eingegangen ist.
 

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