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Auf der Fischerinsel kehrt jetzt wieder pralles Leben ein

Viel Beifall vom Publikum erhielt die Tanzgruppe „Stilbruch Dancing Girls“ aus Wotenick.
Viel Beifall vom Publikum erhielt die Tanzgruppe „Stilbruch Dancing Girls“ aus Wotenick.

VonGeorg Wagner

Das Demminer Hanseviertel steht wieder für Besucher offen – allerdings nicht so lange wie in den vergangenen Jahren.

Demmin.Als „De Loepelmaker“ alias Ralf Schmidt aus Stralsund mit dem Schnitzmesser ein Stück Holz zu bearbeiten begann, konnten Taha und Toana kaum den Blick von ihm wenden. Fasziniert beobachteten sie, wie aus dem Scheit Schnitz für Schnitz ein Löffel wurde. „Die beiden“, strahlte ihre Mutter Sybille Sack, „sind einfach sehr neugierig.“
Die junge Familie gehörte zu den ersten, die bei der Eröffnung des Demminer Hanseviertels für die neue Saison dabei waren. Die einzigen waren sie beileibe nicht. Insbesondere am Sonnabendnachmittag fand das historische Viertel auf der Fischerinsel bei bestem Maiwetter viel Zulauf. Um die 200 Gäste seien schon gekommen, freute sich Gerda Grewe vom Trägerverein am frühen Nachmittag. „Die Küche hatte auch schon reichlich zu tun.“
Zu der Zeit hatten gerade die „Stilbruch Dancing Girls“ aus Wotenick ihren Auftritt, sorgten sie mit Can-Can und Cowboy-Tanz für Stimmung, nachdem am Vormittag Bürgermeister Michael Koch (CDU) die neue Saison offiziell eröffnet hatte. Dabei musste er allerdings auch eine Einschränkung bekannt geben. Trotz aller Bemühungen des Jobcenters und des Hanseviertelvereins seien für dieses Jahr weniger Arbeitsfördermaßnahmen genehmigt worden als in den Vorjahren. Die Folge: Der Verein kann nur noch eine Schicht absichern, das historische Viertel ist deshalb in diesem Jahr nur noch von Dienstag bis Sonnabend jeweils von 10 bis 16 Uhr geöffnet.Trotz dieser Einschränkungen werde das Personal aber für eine gleichbleibend gute Betreuung im Hanseviertel sorgen, versicherte Koch.In einigen Ausnahmefällen soll es zudem verlängerte Öffnungszeiten geben, so etwa zum Peenefest, zur traditionellen Pilzwanderung und beim Abendkonzert des Peenechors.
Eröffnet im Jahr 2005, zählt das Hanseviertel mittlerweile zu den festen touristischen Anziehungspunkten in Demmin. Insbesondere Kinder haben immer wieder Spaß etwa am Bogenschießen oder an Tätigkeiten wie dem Korbflechten. Die Kleinen seien da immer mit großem Eifer bei der Sache, wissen die Mitarbeiter des Vereins.
Sie bereiteten in den vergangenen Wochen alles für die neue Saison vor und freuten sich nun, dass es endlich losging – auch wenn in den warmen historischen Kostümen schon erste Schweißtropfen flossen. In der nächsten Zeit wird das wohl noch des Öfteren der Fall sein. Denn neben dem alltäglichen Betrieb stehen weitere Aktionen bereits fest. Das sind außer der Beteiligung am Peenefest am Wochenende nach Pfingsten ein Kinderfest für Schulen und Einrichtungen am 31. Mai sowie der Kindertag für Eltern und Kinder am 1. Juni. Zudem erwartet Gerda Grewe am 14. Mai eine Reisegruppe des Münchner Alpenvereins.

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