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Baustelle: Riesenumweg zum Patienten

Gültz/Peeselin.„Als der erste Abschnitt bis Letzin-Siedlung gebaut wurde, war es viel furchtbarer“, sagt die Gültzer Bürgermeisterin Barbara Tramp-Wangerin. Seit rundzwei Wochen und noch bis Ende Juni ist die Landesstraße L 271 wegen Bauarbeiten zwischen der Abfahrt Tentzerow Eiche und
der zweiten Abfahrt Peeselin voll gesperrt, die Umleitung führt über Burow, Gültz und Altenhagen. Bis jetzt habe sie aber noch keine Klagen gehört, so Barbara Tramp-Wangerin. Das kann auch ihr Gnevkower Amtskollege Karl Heller bestätigen. Aufgefallen ist Barbara Tramp-Wangerin nur, dass derzeit viele Lkw von Gültz Richtung Tützpatz fahren, „die Straße ist ja eigentlich für Lkw gesperrt“.
Schwieriger als für die Dörfer an der Umleitung ist die Situation wohl für die Leute im Bereich der Sperrung selbst.Der Peeseliner Kurt Balje zum Beispiel fährt eigentlich jeden Dienstag und Donnerstag mit dem Bus zum Einkaufen nach Demmin. Doch das geht im Moment nicht. Der 89-Jährige muss auf den Zug ausweichen. Nachbarin Jana Kasten fährt ihn zum Bahnhof nach Gnevkow und holt ihn am Nachmittag dort wieder ab. „Es stört, wir müssen Riesenumwege fahren“, sagt die Altenpflegerin. „Aber die Straße soll ja fertig werden.“ Die Sozialstation, in der sie arbeitet, ist zwar in Burow. „Aber wir haben auch einen Patienten in Tentzerow.“ Statt einen Kilometer muss Jana Kasten jetzt etwa 17 Kilometer über Golchen fahren. „Wir wollen ihn weiter versorgen“, meint sie. Da buttert man ganz schön zu, bei den Spritpreisen. Für eine gewisse Zeit geht das.
Wer täglich zur Arbeit nach Demmin muss, ist jetzt schon auf den Zug ausgewichen, wie Jana Kasten weiß. Die Schüler kommen mit dem Linientaxi zur Schule, das über Gnevkow fährt. Wie Manfred Gaede, Einsatzleiter bei der Demminer Verkehrsgesellschaft (DVG), sagt, entstehen dadurch nicht viel längere Fahrzeiten. Wenn die Kinder sonst im Bus sitzen, geht die Route auch über Sarow.kis/ab

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