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Beim einstigen Schuldirektor piept es mal wieder

Noch sind die winzig, die Hühner, die zu einer besonderen Rasse werden, gezüchtet von Edgar Kliewe. [KT_CREDIT] FOTO: Kerstin Pöller
Noch sind die winzig, die Hühner, die zu einer besonderen Rasse werden, gezüchtet von Edgar Kliewe. [KT_CREDIT] FOTO: Kerstin Pöller

VonKerstin Pöller

Europas bekanntester Orpington-Hühnerzüchter wohnt am Tollensetal. Und schwört seit Jahrzehnten auf seine Brutmaschine Marke Eigenbau.

Tentzerow.Hinter der Haustür des Mathe- und Physik-Lehrers Edgar Kliewe, letzter Tentzerower Schuldirektor, piepst und tschilpt es – aus Hunderten winzigen Kehlen. Denn er ist Europas bekanntester und Deutschlands bester Orpington-Züchter mit mehr als 40 Jahren Zuchterfahrung. Neunmal gewann er mit seinen kräftigen vielseitigen Wirtschaftshühnern schon den deutschen Meistertitel, beschickt alle großen deutschen und internationalen Ausstellungen. Bruteier seiner Hennen sind gerade wieder auf dem Weg nach Nordirland, Italien, Österreich... Und neue Kücken können Hühnerhalter aus der Region bei ihm wieder in gut einer Woche erwerben.
Auf seinen Brutapparat ist er schon ziemlich stolz. Um die 1000Eier kann er mit einem Mal einlegen. Im Moment sind es die von den Wirtschaftsrassen Amroks und Welsumer sowie natürlich den Orpingtons, dazu die Zierhuhnrassen Holländer Weißhauben und Chabos sowie Eier der Pommernenten.
„Der Kasten ist Marke Eigenbau“, erläutert der Tentzerower. „Aber funktioniert seit 30 Jahren – im Vergleich zu den oft störanfälligen Neukäufen meiner Züchterkollegen.“ Die Belüftung erfolgt zum Beispiel über eine zweckentfremdete Fahrradfelge, an die Bleche angeschweißt sind. Gerade sind wieder mal 22 Tage um, frische Kücken geschlüpft. Und das bedeutet viel Betrieb bei Kliewes, denn so mancher Hühnerhalter aus dem Umland holt sich nun seine Nachzucht ab.

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