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Berater feilen noch am Bibliotheks-Konzept

Waren/Neubrandenburg.Ende Juli ist Stichtag. Bis dahin will das Beratungsunternehmen CIMA sein Konzept für ein Netzwerk der Bibliotheken im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vorlegen.
Angesichts der kurzen Zeit seit der Vergabe des Auftrags Mitte März ein ehrgeiziges Ziel, findet die Leader-Regionalmanagerin in Neustrelitz, Bettina Wilhelm-Wiehle. Aus dem Verfügungsrahmen der dortigen Leader-Aktionsgruppe fließen die Fördermittel für das Projekt (der Nordkurier berichtete). Das Unternehmen habe aber diesen Termin auch selbst so gewollt, so Wilhelm-Wiehle.
Doch während noch die Arbeiten am Konzept laufen, gibt es auch Kritik an der Vergabe durch den Kreis. So hat beispielsweise die Malchiner Bibliotheksleiterin, Petra Dinse, ihre Zweifel daran. „Ob es eine gute Idee war, ein Unternehmen zu beauftragen, das früher nichts damit zu tun hat, ist fraglich“, meinte sie kürzlich gegenüber dem Nordkurier und auch andere aus der „Branche“ der Leihbüchereien äußerten Skepsis.
Doch dafür gibt es nach Darstellung des Amtsleiters für Wirtschaft, Kultur und Tourismus bei der Kreisverwaltung, Axel Müller, keinen Grund. Es habe sich um eine genau formulierte, beschränkte Ausschreibung gehandelt, sagte er auf Anfrage. Das Angebot der CIMA sei das beste gewesen. Zudem verfügt sie laut Müller über einschlägige Erfahrung. „Sie hat bereits so ein Konzept für die Stadt Bonn erstellt.“
Wer in der Hansebibliothek Demmin oder Malchiner Stadtbibliothek nach Romanen sucht, muss nicht unbedingt zwischen Bücherregalen pilgern. Einige Klicks am Computer genügen, um sich via Online-Katalog die jeweiligen Medien zu erschließen. Seit 2011 ist in Malchin der Bestand auf diese Weise verfügbar, in Demmin werden die Titel derzeit erfasst.
So weit sind indes längst nicht alle im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die Warener Stadtbibliothek etwa, mit rund 47 000 Büchern, Hörbüchern, Videos und anderem eine der größeren Einrichtungen, hat bislang keinen Online-Katalog. Das sähe der Landkreis wohl gern anders. Denn er plant mit Hilfe von Geldern aus dem Förderprogramm Leader den Aufbau eines Bibliothekennetzwerkes. Dabei soll nicht nur ein digitaler Verbund entstehen, sondern es sollen auch gleichartige Standards geschaffen werden.gwa

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