Februar 17, 2012
Drucken 
Natur-/Umweltschutz von Redaktion

Das traurige Ende einer Linden-Allee

ALLEEFALL3_DZ
Die Lindenallee auf der L 271 zwischen Letzin-Siedlung und Hohenmocker gibt es nicht mehr. Alle Bäume auf der Strecke sind gefällt und mussten für den Straßenbau weichen, wie hier bei Peeselin. Nur die denkmal- geschützte alte Eiche in der Tentzerower Kurve überlebte. [RS_CREDIT] FOTO: Kirsten Gehrke
Peeselin.Zwischen Hohenmocker und Letzin-Siedlung ist es kahl geworden. Die Linden am Straßenrand liegen gefällt auf dem Acker. Nur noch Stümpfe erinnern an die einst so prachtvolle Allee. Mehr als 300 Bäume mussten für den Straßenbau weichen. Ein trauriger Anblick, meinen Leute, die jeden Tag die Strecke entlangfahren. Waren wirklich alle Linden tot? „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Mike Hartmann aus dem Umweltamt des Landkreises. Es habe zähe Verhandlungen mit den Naturschutzverbänden und dem Straßenbauamt Güstrow gegeben. Das Genehmigungsverfahren sei schon 2006/2007 gelaufen. Doch wurde der Straßenbau aus Geldmangel immer wieder verschoben, so dass die Linden bis diesen Winter stehen bleiben konnten. Ein großer Teil sei sehr überaltert gewesen. Die Zeit für die bis zu 160 Jahre alten Bäume sei abgelaufen. Schon in den vergangenen Jahren habe sich die Allee gelichtet, mussten kranke Bäume entfernt werden. Die alten Bäume hätten einen Straßenausbau nicht lange überlebt. „So haben wir uns entschlossen, die Allee komplett runterzunehmen“, erklärt Hartmann.
Als Ersatz soll nach dem Bau eine neue Allee angepflanzt werden. Wie im ersten Abschnitt zwischen Burow und Letzin kommen Eichen in den Boden, weil diese Bäume das Streusalz leichter vertragen als andere. Insgesamt 1000 Eichen sollen dann die gesamte Strecke von Burow bis Hohenmocker säumen.
Mit dem Bau der Straße soll voraussichtlich im Herbst begonnen werden.(kis)
Bookmark and Share
Nachrichten aus
Kontakt

Demminer Zeitung

Rudolf-Breitscheid-Straße 25
17109 Demmin
Telefon: 0180 3 0280-83
Fax: 03998 2808-28
E-Mail: red-demmin@nordkurier.de