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Demminer Förderschulen freuen sich über Abkommen der Landkreise

VonGeorg Wagner

Im „Sonnenhof“ und „An den Tannen“ begrüßt man vor allem kurze Wege für Kinder und Jugendliche.

Demmin.Erleichterung an den Demminer Förderschulen: Mit dem geplanten Vertrag zwischen den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald werden den Förderschülern aus den Bereichen Jarmen-Tutow und Peenetal-Loitz lange Schulwege erspart. Zugleich kommt das dem Bestand der Schulen entgegen. Zwar ist der „Beschulungsvertrag“ noch nicht völlig unter Dach und Fach, doch nach der Zustimmung des Kreisausschusses in der Seenplatte ist zumindest auf dieser Seite kaum ein anderes Votum des Kreistags zu erwarten.
Laut Vertragsentwurf können nicht nur jene Schüler an den Demminer Einrichtungen bleiben, die bereits jetzt die Schulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung beziehungsweise Lernen besuchen, sondern auch kommende Schülerjahrgänge. „Für uns ist das fast wichtiger als für die anderen Schulen“, sagt die Leiterin der Schule „Sonnenhof“ (Schwerpunkt geistige Entwicklung), Ulrike Berndt. Denn die nächste derartige staatliche Schule läge in Anklam – ein weiter Weg insbesondere für Kinder aus dem Loitzer Bereich. Aus den beiden vorpommerschen Amtsbereichen besuchen laut Ulrike Berndt derzeit 12 von insgesamt 43 Kindern die Schule im Quitzerower Weg. Wie viele es künftig sein werden, sei aufgrund häufiger Umzüge der Familien schwer abzuschätzen.
Die Schule „An den Tannen“ (Schwerpunkt Lernen) kann mit den Regelungen laut Schulleiterin Anne Toboldt ihren Bestand sichern. Das ist aus ihrer Sicht umso wichtiger, als sie aufgrund der Inklusion ohnehin schwindende Schülerzahlen hat. Dabei werden Förderschüler möglichst in Klassen der „normalen“ Grundschule integriert. Erste und zweite Klassen wird es im neuen Schuljahr laut Anne Toboldt deshalb in der Saarstraße nicht mehr geben. Die Schülerzahl wird von derzeit 80 auf etwa 60 sinken.
Wie für die Förderschulen gilt der Vertrag auch für das Gymnasium. Dem Papier muss allerdings nicht nur der Kreistag in Neubrandenburg zustimmen, sondern auch die Gremien auf der Seite Vorpommern-Greifswalds.

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