
| Demonstrationen |
von Robert Kiesel
|
Entblößte Mittelfinger oder ein süffisantes „Wir lieben euch doch alle“ in Anlehnung an das berühmte Mielke-Zitat, die Teilnehmer der Demonstration am Rande des Politischen Aschermittwoch der CDU mussten so einiges über sich ergehen lassen. Ihre Stimmung konnte das nicht trüben, mit wehenden Fahnen und lauten Trillerpfeifen begrüßten sie die Teilnehmer der Veranstaltung bei deren Ankunft.
Jedoch, die gut und gern 250 Teilnehmer demonstrierten nicht nur gegen die Politik der im Land wie Bund regierenden CDU und ihrer Vorsitzenden Angela Merkel, die auf der nachfolgenden Veranstaltung im Inneren der Tennishalle eine Rede hielt. Die Demonstranten ließen sich auch den kalten Wind ins Gesicht wehen, um für die Einführung eines Mindestlohns von zehn Euro pro Stunde einzustehen. „Der Mindestlohn ist ein wichtiges Ziel, schließlich sollen die Menschen von ihrer Hände Arbeit leben können“, sagte Kerstin Lenz, Vorsitzende der Linkenfraktion in der Demminer Stadtvertretung. Dafür erntete sie Zustimmung von den um sie Stehenden.
Sie freute sich auch darüber, dass viele der Teilnehmer weite Wege auf sich genommen hatten, um in Demmin ihre Meinung zu artikulieren. Stralsund, Greifswald, Rügen oder Schwerin, tatsächlich waren die Teilnehmer quer durchs ganze Land gefahren. Der wohl bekannteste unter ihnen lief ganz an der Spitze des Zuges. Helmut Holter, seines Zeichens Vorsitzender der Landtagsfraktion der Linken. Er fand es wichtig, „den Teilnehmern der CDU mit dieser Veranstaltung zu zeigen, dass Alternativen möglich und wir mit ihrer Politik nicht einverstanden sind“, sagte der Politiker am Rande der Demonstration. Die Adressaten interessierte das nur wenig, in der Halle sorgte da bereits Petra Zieger für gute Stimmung.
Politischer Aschermittwoch: Dampfeisbrecher für die Kanzlerin
Demmin: Königin Auge in Auge mit der Bundeskanzlerin
Leitartikel: Keine Stammtischreden am Aschermittwoch
|
|