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Denkanstöße zum gesunden Leben

Von unserem Redaktionsmitglied
Jana Otto

Warum sind Vollkornprodukte gesünder? Wieviel Obst am Tag sollte ich essen? Welche Sportart ist für mich geeignet? All diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Projektwoche in der Tagesstätte „Sonnenseite“.

Demmin.Ein Gefühl für ihren Körper zu haben, fällt den Klienten der Tagesstätte „Sonnenseite“ nicht leicht. „Wir haben in unserer alltäglichen Arbeit festgestellt, dass viele allein mit dem Wort Gesundheit nichts anfangen können“, sagt Gabriela Domonell, Sozialpädagogin in der Einrichtung des Pommerschen Diakonievereins. Die Ursachen dafür, dass den Frauen und Männern der Umgang mit ihrem eigenen Körper schwerfällt, liegen nicht selten in der Vielzahl von Erkrankungen, die sie haben. Um dieses Thema einmal ausführlich und von verschiedenen Seiten zu betrachten, erklärten die Sozialpädagogen diese Woche zur Projektwoche, in der sich alles um die Gesundheit, die Bewegung und das psychische Wohlbefinden dreht. Der Termin dafür kommt nicht von ungefähr: Schließlich war der vergangene Sonntag der Tag der Weltgesundheit. Deshalb gibt es in dieser Woche täglich ein anderes, spezielles Angebot für die Klienten, die die Tagesstätte besuchen. Die Frauen und Männer erfahren beispielsweise, wie sie ihren Alltag mit wenig Aufwand gesünder gestalten können, sie erkunden, wo man sich in Demmin sportlich betätigen kann oder wie Nahrung gesund zubereitet wird. „Wir kochen hier ja täglich gemeinsam. Doch in dieser Woche geht es besonders gesund zu. Dabei verzichten wir komplett auf Fertigprodukte und auch süße Gerichte fehlen auf dem Speiseplan“, erläutert Gabriela Domonell. Stattdessen gab es eine Puten-Gemüse-Pfanne, Rosmarin-Kartoffeln oder selbst gemachten Kräuterquark.
Gestern nun holten sich die Sozialpädagogen fachkompetente Unterstützung ins Haus. Karolin Schade ist beim Pommerschen Diakonieverein als Diät-Assistentin beschäftigt und kennt sich aus mit allem, was zu einer gesunden Ernährung gehört. „Mir geht es nicht darum, hier Verbote auszusprechen, vielmehr möchte ich Ihnen Tipps und Anregungen geben“, sagte die Fachfrau. Und dieses Angebot nahmen die Frauen und Männer gern an. Schnell entwickelten sich Gespräche darüber, warum Vollkornprodukte gesünder sind und wo die versteckten Gefahren lauern können.
Dieses besondere Angebot stößt bei den Teilnehmern auf großes Interesse. „Es hilft ihnen dabei, wieder ein Gespür für sich selbst zu bekommen“, schätzt Gabriela Domonell ein. Die Klienten würden den ganzheitlichen Ansatz, dass eine Einheit besteht zwischen Körper, Geist und Seele besser verstehen. „Und sie erkennen, dass sie für diesen Einklang selber etwas tun können, was gar nicht so aufwändig ist.“ Denkanstöße bekamen aber nicht nur die Frauen und Männer, sondern auch die Sozialpädagogen. Was eigentlich die Seele ist, wird in den nächsten Wochen in der „Sonnenseite“ nochmal gesondert thematisiert. Auf Wunsch der Besucher.

Kontakt zur Autorin
j.otto@nordkurier.de

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