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Die Raubtiere dürfen wieder von der Kette

Da fliegt es durch die Luft – und landet sicher: Die Stockcars gehen in die neue Saison. [KT_CREDIT] FOTO: Thoralf Plath
Da fliegt es durch die Luft – und landet sicher: Die Stockcars gehen in die neue Saison. [KT_CREDIT] FOTO: Thoralf Plath

Von unserem Redaktionsmitglied
Thoralf Plath

Bald brüllen die Motoren:
Die Stockcar-Saison 2013 rollt an die Startlinie. Noch schrauben die Teams an den Boliden, doch am 20. April wird Stavenhagens PS-Hölle zum ersten Mal geheizt.

Randow/Stavenhagen.Zum Auftakt der diesjährigen Stockcar-Regionalmeisterschaft gibt’s ein Wiedersehen mit einem altbekannten Team, um das es ruhig geworden war in den letzten Jahren: Die Woldeforster Füchse sind wieder da. Die Jungs um den charismatischen Teamgründer Michael „Miken“ Kaiser gehörten Mitte der 1990er zu den Gründern der Stockcar-Rennen. Welche anfangs aus einer Handvoll ausgeschlachteter Trabbis bestanden, in denen tolldreiste Kerle um einen Ovalkurs hetzten, damals noch am Stadtrand von Grimmen. Dass daraus Veranstaltungen wachsen würden, die Tausende Zuschauer locken und Starterfelder von mehreren Hundert Autos, hätte wohl niemand gedacht.
Teams kamen und gingen, auch die „Füchse“ hörten irgendwann auf. Nun sind sie wieder da, unter Regie von Felix Schliewa wollen sie erneut mitmischen. Rennorganisator Holger Trost vom 1.Stavenhagener Motorsportförderverein freut sich drauf: „Die Füchse sind als Team ein Urgestein. Mal sehen, wie sie sich schlagen.“ Die Konkurrenz ist jedenfalls hart. Ob Trabant-Vorjahressieger Racing Team Loitz, die Jungs vom MSC „Biernot“ Nossendorf, die siegverwöhnte „Fahrschule Wewetzer“ oder die „Renntiere“ aus Stavenhagen, alle haben über den Winter am Feintuning gearbeitet. Auch der Randower Rennstall „Giebener & Trost“ ist mit vier Piloten dabei.
Das Reglement bleibt das alte, gefahren wird in neun Klassen von Trabant Original bis zu den PS-offenen Boliden, hinter deren schrammigem Blech schon hochgezüchtete Renngeräte stecken – Auto-Raubtiere im Schafspelz.
Zum Standardprogramm der Rundenhatz gehören auch in diesem Jahr das Nachwuchsrennen der Stockcar-Kids in der Mittagspause und natürlich der finale Massenstart, besser bekannt als Vernichtungslauf. Und aus gutem Grund so benannt.
Neu: Zwischen den regulären Stockcar-Läufen startet quasi eine zweite Meisterschaft – im Autocross. Dahinter steckt eine Kurzform des einstigen Achtstunden-Rennens: Gefahren wird hier nach einem festgelegten Zeitformat von etwa zehn Minuten, in dem die Teams so viele Runden wie möglich schaffen müssen. Auch je ein Fahrerwechsel ist vorgeschrieben. Rammings und sonstige Bodychecks aus dem rabiaten Besteckkasten der Stockcar-Rennen hingegen sind tabu. „Vorteil für die Teams ist, sie können die Autos aus den Achtstunden-Rennen nutzen“, erläutert Trost. „Und fürs Publikum gibts zusätzlich Action. Die Zehnminutenläufe werden spannender als es das lange Achtstundenrennen jemals war.“

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