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„Es war rührend, wie hilfsbereit diese Jugendlichen waren“

Von unserem Redaktionsmitglied
Kirsten Gehrke

Eine ältere Dame stürzt und verletzt sich, Jugendliche eilen zu ihr und helfen. Nur, wer war das Mädchen mit den lila Haaren?

Demmin.Es ging alles so schnell. Martha Krause (Name geändert) konnte sich gar nicht bei ihren Helfern bedanken. Die Namen kennt sie nicht, jetzt hat die 80-Jährige die Hoffnung, dass sie das über die Heimatzeitung nachholen kann. Es geschah am Montagnachmittag. Zwischen 14 und 15 Uhr ging sie mit ihrer Schwester Emilie Zander (Name geändert) von der Demminer Zetkinstraße durch die Kirchhofstraße zum Parkplatz Marienhain. Plötzlich stolperte sie über eine unebene Stelle und stürzte schwer. Sie schlug vorn mit dem Kopf auf, die Brille war kaputt, und sie brach sich den rechten Unterarm. Martha Krause blutete stark. Schnell seien ein paar Jugendliche zu ihr geeilt und halfen ihr. „Sie zeigten eine rührende Hilfsbereitschaft und Umsichtigkeit.“ Die jungen Männer riefen sofort den Krankenwagen und das mit Nachdruck. „Ich hörte nur sehr verschwommen, da der Schock bei mir groß war, wie der junge Mann es sehr dringend machte, weil es eine stark blutende Kopfverletzung gab.“
Ein junges Mädchen sei schnell in einen, sie glaubt Friseurladen geflitzt und sei mit einer Hand voll Zellstoff herausgekommen, um das Blut abwischen zu können. „Es war jedenfalls rührend, wie hilfsbereit diese Jugendlichen waren. Leider sind mir ihre Namen nicht bekannt. Ich weiß nur noch, dass das eine Mädchen einen feschen kurzen Haarschnitt mit lila gefärbtem Haar hatte.“ Die jungen Leute seien so lange an der Unfallstelle da geblieben, bis der Krankenwagen kam.
Auch die 78-jährige Schwester war aufgewühlt und hat die Helfer nicht mehr erkannt. „Es war reizend, wie die sich um meine Schwester gekümmert haben“, sagt Emilie Zander. Sonst werde immer über die Jugend geschimpft und gesagt, sie tauge nichts. „Das ärgert mich auch immer.“ Die Jugendlichen seien jedoch die einzigen gewesen, die geholfen haben. „Eigenartigerweise kam kein Erwachsener, das hat mich ein bisschen befremdet“, gibt die Demminerin zu.
Aus der Entfernung hätten diese nur das Geschehen beobachtet, weiter nichts. Deshalb wollen die Schwestern sich herzlich bei den Jugendlichen bedanken und ihnen viel Glück und Erfolg für die Zukunft wünschen.
Martha Krause geht es inzwischen wieder besser. Am Mittwoch konnte sie das Krankenhaus verlassen. Jetzt hoffen sie und ihre Schwester, dass sie ihren Dank auch persönlich anbringen können. Vielleicht melden sich die Jugendlichen ja in der Redaktion der Demminer Zeitung und der Kontakt kann so hergestellt werden.

Kontakt zur Autorin
k.gehrke@nordkurier.de

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