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Fast 100 Rekruten marschieren vor dem Darguner Schloss auf

VonGerald Gräfe

Stillgestanden zum Gelöbnis: Die Stadt am Klostersee hat ihr Patenbataillon zur öffentlichen Vereidigung zu Gast und zeigt Verbundenheit mit der Armee.

Dargun.Am 2. April sei man von der Herkunft her kunterbunt zusammengewürfelt in die Kasernen von Neubrandenburg und Prenzlau eingerückt: „Da hatten wir noch keine Ahnung, was es heißt, Soldat zu sein“, erinnert sich Rekrutensprecher Stephan Falk . „Doch mit Druck, Drall und Geschwindigkeit sind wir nun stolze Funker. Niemand wird hängen gelassen, die Kameradschaft geht über alles“, lobte der junge Soldat. Er gehörte zu den fast 100 Rekruten des Fernmeldebataillons 801 aus Neubrandenburg und des Fernmeldebataillons 610 aus Prenzlau, die am Dienstagabend vor der Kulisse des Darguner Schlosses ihr Gelöbnis bzw. ihren Eid als Soldaten der Bundeswehr ablegten.
Oberstleutnant Frank Töpfer, Bataillonskommandeur in Neubrandenburg, betonte die „Ehre für uns, hier zu sein.“ Der Schritt aus den Kasernen hinaus zu einem öffentlichen Gelöbnis zeige die „gegenseitige Verbundenheit“ zwischen Armee und Zivilgesellschaft. Der Dank des Offiziers ging dafür an Bürgermeister Karl-Heinz Graupmann (Die Linke) und dessen Stadtverwaltung. Den Rekruten der beiden Bataillone bescheinigte er zu deren Gelöbnis als Höhepunkt der allgemeinen Grundausbildung: „Sie haben sich eindeutig dafür entschieden, etwas für Ihr Land zu tun.“
Gemeinsam mit dem Prenzlauer Bataillonskommandanten Markus Albrecht und Darguns Bürgermeister schritt Töpfer die Front der Rekruten und ihrer Kameraden ab und nahm das Gelöbnis der jungen Soldaten ab: „Mit dem Gelöbnis wird das Band zwischen Ihnen und Ihrem Land nun auch öffentlich sichtbar.“
Bürgermeister Graupmann sprach von einer „besonderen Freude, Sie hier zum Gelöbnis begrüßen zu können.“ Angesichts der über zehnjährigen Kooperation der Stadt mit dem Neubrandenburger Fernmeldebataillon sei das Gelöbnis „ein würdiger und weiterer Höhepunkt in unserer Partnerschaft. Unsere geleistete Partnerschaft ist ein kleiner, aber nicht zu unterschätzender Baustein für das zunehmende Verständnis für die notwendigen anspruchsvollen Aufgaben der Bundeswehr in der globalisierten Welt.“

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