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„Fritz Reuter“ gesellt sich unter das plattdeutsche Volk

VonGudrun Herzberg

Einen Überraschungsgast präsentierten die Organisatoren des plattdeutschen Nachmittag in Demmin. Uns Fritzing, ein Double zwar, begrüßte die Gäste.

Demmin.„Mensch, Fritz Reuter, das ist ja toll“, meinte Ilse Rode und holte gleich den Fotoapparat raus. Am Eingang der Hansebibliothek hatte sie der Dichter postiert, um die Gäste des plattdeutschen Nachmittags persönlich zu begrüßen. Natürlich war es nicht leibhaftig, denn Reuter ist schon lange tod, aber seine plattdeutschen Geschichten leben weiter und begeistern besonders die Freunde dieses Dialekts. Karsten Behrens, der derzeit als Organisator dieser plattdeutschen Nachmitage fungiert, hatte die Idee von dem Fritz-Reuter-Double. „Ich habe einen Freund, Günther Wolfgang, dafür gewinnen können. Er fand die Idee auch gleich gut und sagte zu“, erzählt Karsten Behrens. „Ich habe mir einige Bilder angesehen, nur mit dem Bart habe ich das so schnell nicht geschafft. Reuter hatte wohl auch nicht immer einen Strohhut auf“, sagt Günther Wolfgang. Er selbst hört gern die plattdeutschen Geschichten. „Verstehen kann ich das alles, aber selbst sprechen, das geht nicht so recht“, gesteht das Double von Fritz Reuter ein. Die Gäste freuen sich über den besonderen Besuch. Karsten Behrens übermittelt Grüße zur Genesung an Margarete Klitzing. Sie hat 20 Jahre lang im Freundeskreis der niederdeutschen Sprache vorgelesen. Gestern übernahmen das zum Thema Ilse Rode, Günter Baumann und Walter Häberer. Sie erzählten, dass Fritz Reuter auch häufig in Demmin zu Gast war und dann bei seinem Freund Friedrich Schünemann, einem Glockengießer, übernachtete. Ilse Rode las aus dem Buch „Läuschen und Riemels“ vor.

Kontakt zur Autorin
g.herzberg@nordkurier.de

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