Gemeindestraßen: Geld zur Sanierung ist knapp

VonJanaOtto

Während die ländlichen Wege in der Region zumeist gut ausgebaut sind, sorgen die innerörtlichen Straßen oft für Kopfzerbrechen.

Meesiger/Demmin.Seit 15 Jahren schon hängt die Gemeinde Meesiger in der Warteschleife. Gerne möchte Bürgermeister Hubert Niedhoff ins Flurneuordnungsverfahren. Und das nicht nur, weil es an einigen Grundstücksgrenzen immer mal wieder zu Nachbarschaftsstreitigkeiten kommt, wo denn
genau welches Grundstück endet.
Eine weitere Hoffnung, die das Gemeindeoberhaupt mit diesem Ordnungsverfahren verbindet, ist die Sanierung der alten Betonstraße im Dorf. „Wie lange es die schon gibt, weiß ich gar nicht. Als ich vor 27 Jahren hierher kam, war die Straße jedenfalls schon da“, sagt Niedhoff. Während andere Gemeindestraßen im Laufe der Jahre saniert wurden, blieb die Betonstraße Am Brink liegen. Vor allem die teils fehlenden Bürgersteige bereiten Sorgen. „Wir verschieben diese Hoffnung, dass es endlich losgeht, von Jahr zu Jahr und damit auch den Eigenanteil, den wir aufbringen müssen“, sagt der Bürgermeister.
Das Interesse, die Straßen innerhalb der Dörfer auf Vordermann zu bringen, ist so wie in Meesiger in vielen Gemeinden des Amtes Demmin Land groß. Nachdem die ländlichen Wege – bis auf wenige Ausnahmen – dank Dorferneuerungsprogrammen vor Jahren ausgebaut wurden, haben jetzt die Gemeindestraßen Sanierungen bitter nötig. „Vor allem in den Gemeinden, die noch nicht im Bodenordnungsverfahren sind“, weiß Petra Schönberg vom Amt Demmin-Land. Einen Antrag auf die Aufnahme in dieses Programm haben fast alle Gemeinden gestellt, doch in den meisten von ihnen rührt sich noch nichts.
Damit sich endlich etwas auf der Gemeindestraße in Meesiger bewegt, hat Hubert Niedhoff unabhängig von dem Antrag beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StaLU) nun beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte einen Fördermittelantrag gestellt. Noch bis Ende 2015 können der Landkreis und auch das StaLU auf Grundlage der Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung (ILERL) Geld für unterschiedliche Projekte bewilligen. „Ich hoffe jetzt, dass der Kreis schneller ist als das StaLU und wir die Betonstraße bald sanieren können“, sagt Hubert Niedhoff.

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