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Geschäftsführerin: Mundpropaganda ist das A und O

Renate Bettler (links) schätzt vor allem die nette Beratung im Geschäft „Möbel Fuchs“ in Demmin. Mit Hausleiterin Sigrid Hälke hat sie ihre Traummöbel gefunden.  FOTO: Kirsten Gehrke
Renate Bettler (links) schätzt vor allem die nette Beratung im Geschäft „Möbel Fuchs“ in Demmin. Mit Hausleiterin Sigrid Hälke hat sie ihre Traummöbel gefunden. FOTO: Kirsten Gehrke

VonKirsten Gehrke

Wenn auch viele Läden in Demmins Innenstadt nicht durchgehalten haben, hat „Möbel Fuchs“ es geschafft und ist nun seit 20 Jahren im Geschäft.

Demmin.Renate Bettler hat sich entschieden. Die 63-jährige Demminerin nimmt eine moderne Eckcouch in Mandel. „Die Beratung ist sehr nett hier“, sagt sie. „Mir gefällt es gut.“ Geschaut habe sie schon oft bei „Möbel Fuchs“ in der Demminer Brinkstraße. Jetzt sei es an der Zeit, hier ihre neuen Möbel zu kaufen. Mit Hausleiterin Sigrid Hälke macht sie alles perfekt. Renate Bettler strahlt. Sie sieht sich schon zu Hause auf der schicken Couch sitzen.
„Das ist unser Plus, bei uns läuft keiner allein durchs Haus“, meint Gisela Schulze, die Geschäftsführerin des Möbelhauses. Von der Beratung bis Lieferung und Montage werde sich um alle Wünsche der Kunden gekümmert. Das schätzen die Kunden. Ohne diesen Service hätte vielleicht „Möbel Fuchs“ die
20 Jahre gar nicht durchgehalten, die das Unternehmen in diesen Tagen feiert. „Es ist nicht einfach“, gibt Gisela Schulze zu. Aber das betreffe in Demmin nicht nur ihre Branche. „Höhen und Tiefen zu meistern, das ist die Kunst des Unternehmers.“ Damit das gelingt, würden sie alles Mögliche dafür tun. „Die Mundpropaganda ist das A und O.“ Vor allem ältere Menschen über 50 seien Kunden im Möbelfachgeschäft. Stammkunden kämen nicht nur aus Demmin, sondern auch aus Stavenhagen, Malchin und den Dörfern.
Als nach der Wende die Bremer Möbelbaufirma Starlet in Lindenhof die Kulturhalle angemietet hatte, wurde schnell klar, dass auch in Demmin der Bedarf an einem Möbelfachgeschäft groß war. So sei dann auch der alte Speicher in der Brinkstraße angemietet worden. In beiden Filialen lief das Geschäft, bis Lindenhof später schloss. „Wir haben bisher jede Klippe überwunden“, meint Gisela Schulze, die die meiste Zeit in Kühlungsborn mit der Herstellung beschäftigt ist. Seit 57 Jahren würden im Ostseebad Polstermöbel gebaut. Die Marke von dort habe sich in der Hansestadt etabliert. Das Team in Demmin um Hausleiterin Sigrid Hälke mit Angelika Schneider, Peter Klitzing und Andreas Urban arbeite selbstständig. „Wenn man nicht solche engagierten Leute hätte, hätten wir einen solchen Service nicht geschafft. Allein ist man schwach, gemeinsam ist man stark.“
Auf rund 1000 Quadratmetern in drei Etagen erhalte man von der Anbauwand bis zum Zeitungsständer eigentlich alles in dem Geschäft. „Und wir haben auch einen Fahrstuhl.“ Von über 20 bis 30 Polstermöbelherstellern werde das Haus beliefert. Derzeit seien bei den Kunden Boxspringbetten der Renner – mehrere Matratzen übereinander für ein seniorengerechtes Aufstehen. Die ersten
20 Jahre sind geschafft. „Und wir halten weiter durch“, verspricht Gisela Schulze.

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k.gehrke@nordkurier.de

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