Nordkurier.de

Hip-Hop und Ballett bringen Bronze

In der Strasburger Max-Schmeling-Halle erhielten die „Dancing Angels“ die Auszeichnung für den dritten Platz. Der nächste Wettkampf folgt im November für sie in Röbel.  FOTO: Fred Lucius
In der Strasburger Max-Schmeling-Halle erhielten die „Dancing Angels“ die Auszeichnung für den dritten Platz. Der nächste Wettkampf folgt im November für sie in Röbel. FOTO: Fred Lucius

VonGeorg Wagner

Gerade haben die „Dancing Angels“ aus Demmin einen Wettbewerb hinter sich, da steuern sie schon den nächsten an. Tanzen ist für die jungen Frauen eine Leidenschaft.

Demmin.Im November wird es wieder ernst für die Demminer „Dancing Angels“. Dann fahren sie nach Röbel zum Internationalen Tanzwettbewerb. Polen, Russen, Schweizer werden unter anderem die Konkurrenz bilden, gegen die sich die Demminer Mädchen durchsetzen wollen mit einer abgeänderten Version des Tanzes, den sie kürzlich beim Tanzwettbewerb der Arbeiterwohlfahrt im uckermärkischen Strasburg auf die Bühne brachten – durchaus mit Erfolg. Die Mischung aus Hip-Hop und Ballett, eine eigene Kreation, kam bei der Jury an, auch wenn es nicht ganz an die Spitze des Siegertreppchens reichte. Die 25 Demminerinnen belegten in ihrer Kategorie „Showdance“ den dritten Platz. „Es hat alles gut geklappt“, freut sich Virgenie Weger.
Seit Jahren macht die 14-Jährige in Tanzgruppen mit. „Ohne Musik“, sagt sie, „geht bei mir gar nichts.“ Schon als kleines Mädchen begann sie mit dem Tanzen, zuerst bei einer Gruppe in Jarmen, dann schloss sie sich den „Dancing Angels“ an.
Mit ihnen hat sie bereits zahlreiche Wettbewerbe besucht, wie beispielsweise im vergangenen Jahr in Göhren auf Rügen. Dort kamen sie mit ihrem „Mönchstanz“ auf den ersten Platz. Der Wettkampf in Strasburg war einer der Höhepunkte dieses Jahres. Dem entsprechend bereiteten sich die jungen Frauen darauf vor. Die beiden Wochen vor dem Auftritt hätten sie fast täglich geprobt, erzählt Virgenie. Als es dann soweit war, herrschte bei ihr einmal Lampenfieber. „Ich war ganz schön aufgeregt.“ Das wurde in Strasburg zunächst nicht besser. Denn die „Angels“ mussten mehrere Stunden warten, bis sie endlich auf der Bühne an der Reihe waren. In der Zeit habe die Aufregung noch einmal zugenommen, gibt Virgenie zu.
Jetzt kann sie es ebenso wie die übrigen Mädchen aus der Gruppe zunächst wieder etwas ruhiger angehen. Zwar stehen vor dem November noch einige Auftritte an, doch die sind mehr Routine. Jubiläen, Dorffeste, Erntefeste nennt die Vereinsvorsitzende Sabine Wiedemann als Beispiele. Und dann noch Mitte Juni das Jugendfestival im polnischen Walcz. „Aber dabei geht es mehr um das Treffen, um den Austausch, darum Freundschaften zu schließen.“ Für das Tanzen werden sie ihre besten bisherigen Stücke aussuchen, mehr als die üblichen Proben sind dafür nicht nötig. Die werden erst wieder vor dem Wettbewerb in Röbel verstärkt. „Dann“, blickt Sabine Wiedemann voraus, „wird wieder richtig hart trainiert.“
Voraussichtlich werden die Mädchen dabei eine abgeänderte Version ihres Strasburger Tanzes aufführen. Aufgeteilt in zwei Gruppen. In Strasburg reichte es „nur“ für den dritten Platz, weil nach Darstellung Sabine Wiedemanns die Jury unter anderem eine gewisse Unübersichtlichkeit in der großen Gruppe kritisierte. „Daraus haben wir gelernt“, sagt sie. Gerechnet hätten sie eigentlich mit dem zweiten Platz. „Aber die Profis in der Jury sehen das eben besser und es ist, wie es ist.“
Die Schlussfolgerungen umzusetzen, daran wird auch Virgenie mitarbeiten. In den Proben vor dem Auftritt, auf der Bühne, und auch bei den Tanzveranstaltungen, die vorher kommen. Denn eines ist ihr längst klar: „Tanzen, das ist einfach meine Leidenschaft.“

Kontakt zum Autor
g.wagner@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×