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Jobcenter schwenken auf Gemeinschaftskurs

VonGeorg Wagner

Nach einer Fusion der Einrichtungen im Landkreis bleiben die Räume in Waren Anlaufstelle für Langzeitarbeitslose.

Demmin/Waren.Die Jobcenter-Landschaft im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wird sich ändern, doch die „Kunden“ sollen davon möglichst nichts merken. Das erklärte am Mittwoch der Sprecher der Arbeitsagentur Neubrandenburg, Ronny Steeger, auf Anfrage. „An den Standorten, an denen wir im Moment präsent sind, werden wir auch weiterhin unser Personal vorhalten. Das ist sicher“, sagte er. Doch während so die Einrichtungen in Demmin oder Waren, Neustrelitz oder Neubrandenburg für die Öffentlichkeit bestehen bleiben, soll sich organisatorisch einiges ändern. Derzeit geht die Agentur laut Steeger davon aus, dass zum 1. Januar 2014 aus den vier Jobcentern im Kreis zwei werden und diese ein Jahr später zu nur noch einer großen Einrichtung zusammengelegt werden.
Hintergrund dafür ist die Umwandlung des bisher nur vom Landkreis getragenen Jobcenters Mecklenburg-Strelitz in eine gemeinsame Einrichtung von Arbeitsagentur und Kreis, wie es auch bei den anderen der Fall ist. Dafür hatte am Montagabend der Kreistag mehrheitlich gestimmt, was sowohl bei der Geschäftsführerin des Demminer Jobcenters, Christina Felgenhauer, als auch bei ihrem Warener Kollegen Wolfgang Holbe zufriedene Mienen auslöste. „Wir haben jahrelange Erfahrung mit der Arbeitsmarktpolitik und der Integration in Arbeit“, begründete dies Christina Felgenhauer und Wolfgang Holbe: „Wir haben für diese Entscheidung gekämpft.“
Doch der Beschluss ist das eine, die Umsetzung das andere. Nach Auskunft von Ronny Steeger hat am Dienstag eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Kreis und Agentur getagt, um Wege zur Umwandlung der Neustrelitzer Einrichtung und zur künftigen Zusammenlegung auszuloten. Ergebnisse konnte er zwar noch nicht nennen, zumindest in personeller Hinsicht aber wird es keinen Abbau geben. Die Arbeitsagentur habe sich bereit erklärt, alle Mitarbeiter aus Neustrelitz zu übernehmen und laufende Projekte fortzuführen, heißt es in der Sachdarstellung zur Beschlussvorlage.
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g.wagner@nordkurier

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