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Junge Europäer bringen Resolution auf den Weg

Siegfried Logall präsentiert die Resolution, die die Jungen Europäer auf der Europawoche in Bobolice verabschiedet haben.  FOTO:Jana Otto
Siegfried Logall präsentiert die Resolution, die die Jungen Europäer auf der Europawoche in Bobolice verabschiedet haben. FOTO:Jana Otto

Von Jana Otto

Ihre Forderungen wollen die Jugendlichen nicht länger geheim halten, deshalb machten sie Nägel mit Köpfen.

Demmin.Sie fordern, die Kinderarmut zu bekämpfen und die Jugendarbeitslosigkeit zu senken. Sie fordern, dass Abgeordnete sich für eine bessere Zukunft der kommenden Generation einsetzen und dass mehr Geld in die Bildung fließt. So groß die Unterschiede in den verschiedenen Ländern der Europäischen Union auch sein mögen, die Vorstellungen der Jugendlichen sind es nicht. Auf der Europawoche in Bobolice haben Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren aus Demmin, Bobolice und Kursenai eine Resolution verabschiedet, die in Kürze überreicht werden soll.
„In Schwerin und Berlin laufen die Terminanfragen und auch in Brüssel haben wir uns schon angemeldet“, schildert Siegfried Logall, Projektmanager der Jungen Europäer, der gerade aus Bobolice zurückgekehrt ist. Die Jugendlichen möchten ihre Forderungen den Politikern persönlich zu übergeben. Und so werden Ministerpräsident Erwin Sellering, Bundestagspräsident Norbert Lammert und der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz bald Besuch von den Jungen Europäern bekommen. „Eine Resolution schickt man nicht per Post“, weiß Siegfried Logall. Er hat die jungen Leute während der Workshops zur Europawoche beobachtet und weiß, wie wichtig ihnen die Forderungen sind. „Sie wollen nach ihrer Meinung gefragt werden und das nicht nur, wenn Wahlen anstehen“, sagt der Projektmanager. Gerade die Angst, trotz eines guten Schulabschlusses keine Lehrstelle zu bekommen, sei unter den Jugendlichen groß. „In Südeuropa liegt diese Quote über 60 Prozent. Das darf es nicht geben“, sagt er überzeugt.

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