Februar 17, 2012
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Bau von Redaktion

Kletzin darf bald wieder schwofen

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Die Trockenbauer Tino Deutscher (links) und Sascha Krohe dichten die Decke des Saales mit Folie ab, damit die Dämmung nicht feucht wird. In der nächsten Woche wollen sie eine neue Decke einziehen. [RS_CREDIT] FOTOs: Kirsten Gehrke
Von unserem Redaktionsmitglied
Kirsten Gehrke

Von außen sieht das Gemeindehaus in Kletzin schon schmuck aus. Jetzt sorgen Handwerker dafür, dass es auch im Innern bald strahlt.

Kletzin.Der Platz für den Diskjockey liegt jetzt über Eck. „Geplant war er erst woanders, es ändert sich viel“, sagt Elektriker Erwin Winkler und lacht. „Vor einer halben Stunde hat es sich gerade erst wieder geändert.“ Jetzt scheint es wohl endgültig, kann er die Leitungen dort hinlegen. Lichtbalken, Spots, Apparaturen brauchen schließlich Strom. Erwin Winkler kontrolliert die Löcher in der Saalwand für die Steckdosen. Leitungen hängen. Ein Werkzeugkasten steht auf dem Fußboden. „Ein bisschen Arbeit ist noch“, meint er. Für Küche, Bufettraum, Toiletten und Saal muss die Elektrik gemacht werden. Vor Weihnachten habe seine Firma, die Komesker Haus und Umwelt GmbH aus Tützpatz, mit den ersten Arbeiten im Gemeindehaus Kletzin begonnen. „Dann mussten wir aufhören, weil erst andere Gewerke rein mussten.“ Nun können er und seine Kollegen weitermachen.
Sie sind nicht die einzigen. Im Kletziner Gemeindehaus herrscht ziemliches Wuhling. Von außen ahnt man es kaum, da wirkt das Gebäude mit rötlicher Fassade wie ein moderner Farbtupfer im Dorfbild. Im Innern jedoch erinnert im Moment nur noch der Eingangsbereich an das alte DDR-Flair, mit dunkler Spanplattendecke und Steinfußboden. Der Saal hinter der Tür auf der linken Seite jedoch verändert Schritt für Schritt sein Aussehen. Während Erwin Winkler die Dosen feststeckt, tackern die Trockenbauer Dampfbremsfolie an die Decke. Das heißt, die Decke wird abgedichtet. „Die Folie verhindert, dass Raumfeuchtigkeit in die Dämmung gelangt“, erklärt Vorarbeiter Tino Deutscher von der Trockenbaufirma Kistenfeger aus Demmin. Nächste Woche wollen sie die neue Decke aus Mineralfaser anbringen. Die Wände haben sie bereits gestellt. „Jetzt sind die Decken dran.“ Tino Deutscher und Kollege Sascha Krohe „rollen“ mit einem Podestwagen durch den Saal, um die blaue Folie anzutackern. Sie sind in der Mitte angekommen.
Nur wenige Schritte weiter an der Fensterfront sind die Maler beschäftigt. Sie bringen Gipsspachtel an die Wände, sagt Arno Rohde von der Malerfirma Ruthenberg aus Stavenhagen. Seit Montag seien sie in Kletzin. „Vierzehn Tage haben wir noch dicke zu tun“, meint Rohde und schwingt weiter die Kelle. „Wenn die Decke drin ist, fangen wir an zu kleben und dann wird gestrichen.“ Mit Glasgewebe, das strapazierfähiger sei als Tapete, sollen die Wände tapeziert werden und dann mehrere Farben erhalten, hell und dunkel bisschen abgesetzt. Den genauen Farbton will Rohde nicht verraten. Er lacht. „Ich hab’ jetzt die Farbkarte nicht dabei“, scherzt er. Die Handwerker verstehen sich untereinander. „Jeder weiß, was er zu tun hat.“ Man spreche sich ab. „Es geht Hand in Hand.“
Auf dem Boden ist schon angedeutet, wo einmal die Kletziner das Tanzbein schwingen werden. Die Fläche bekommt Parkett, erklärt Kletzins Bürgermeister Detlef Klietz. Ansonsten werde der Fußboden gefliest. Bis Ende Februar sollen die Fliesenleger damit fertig sein, hofft er. In der Mitte des Saales soll noch eine Schiebewand eingebaut werden, so dass der Raum für kleine Feiern abgetrennt werden kann. Eine Wandfläche bleibe weiß, so dass ein Beamer Videos an die Wand werfen kann. Bei Bedarf könnten zwei Veranstaltungen zur gleichen Zeit stattfinden. Die Trennwand habe eine schalldichte Tür. Klietz kommt ins Schwärmen, wie es einmal aussehen wird. Der Eingangsbereich soll auch noch gemacht werden. Spätestens Ende April sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein. Davon geht die Gemeinde aus. Sie könne dann Terminwünsche voraussichtlich ab Mitte Mai wieder für private Feiern annehmen. Das Gemeindehaus solle nicht nur für die Kommune sein, so Klietz. „Dafür ist es zu groß“, sagt er. So könnten auch Leute aus den Nachbarorten oder darüber hinaus ihre Hochzeiten oder Geburtstage hier feiern oder den Saal für Veranstaltungen mieten.
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