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„Klosterfrühling“ mit Kälteschock

Es kamen zwar nicht Tausende, doch der „Darguner Klosterfrühling“ soll 2014 erneut nach Dargun locken. [KT_CREDIT] FOTO: Gerald Gräfe
Es kamen zwar nicht Tausende, doch der „Darguner Klosterfrühling“ soll 2014 erneut nach Dargun locken. [KT_CREDIT] FOTO: Gerald Gräfe

VonGerald Gräfe

Mit einem opulenten Veranstaltungs-Reigen lockte Dargun zur Saison- Eröffnung. Nur das Wetter spielte nicht immer mit.

Dargun.„Bei uns ist zu Pfingsten echt viel los“, berichtete Gudrun Werner. Sie hat den Stolz darauf vor allem vor den vielen Gästen, die in die Kloster- und Schlossanlage fanden, nicht verbergen wollen. Auch zwei Hochzeitspaare und deren nicht weniger festlich gekleidete Gästescharen seien für die Besucher des Schlossparks am Sonnabend zu besehen gewesen. Dazu eine Taufgesellschaft tags darauf. Das Museum habe alle Pfingsttage über geöffnet, Walderlebnispfad und Slawenpfad locken in den Wald. Zum Bad biete sich der Klostersee – wenn es denn wärmer ist – an, im Ortsteil Glasow findet ein Schaubrennen statt ... Ganz zu schweigen vom erstmals durchgeführten „Darguner Klosterfrühling“ und dem Auftakt vom „Darguner Musiksommer 2013“.
Der Redeschwall der Mitarbeiterin der Stadtinformation riss schier nicht ab. Die Besucher der Klosterseestadt hörten dies und staunten – und stiegen die Wendeltreppe in der Ruine der Klosterkirche hoch: Der von Werner versprochene Rundblick aus
25 Metern Höhe lockte und entschädigte für den engen, etwas dunklen Aufstieg über die 92 backsteinernen Stufen.
Sonnabendmittags drückende Schwüle, am Nachmittag sich eine über Dargun entladende Sintflut. Tags darauf ein Kälteabsturz um zehn Grad: Das Wetter forderte den Veranstaltern einiges ab. So vor allem Detlef Erz. Der Mann veranstaltete erstmals den „Darguner Klosterfrühling“. Kloster- und Schlossgemäuer hätten ihn dazu gereizt. 31 Aussteller mit Angeboten rund um Haus, Hof & Garten, Mode, Kunst & Handwerk hatte er dazu unter Vertrag. Gut, die erwartete Gästeflut blieb aus, das werde man auswerten. Doch für Detlef Erz zählt, dass im Prinzip alle Aussteller trotz der Wetterkapriolen zufrieden waren und wiederkommen möchten. Das plant auch der Markt-Veranstalter: Wenn die Stadtverwaltung dem zustimmt, dann würde er den „Klosterfrühling“ gern als jährliche Veranstaltungetablieren.
Zur festen Tradition geworden ist bereits der „Darguner Musiksommer“. Mit dem Angebot „Die schönsten Melodien aus Oper, Operette, Musical und Film“ startete das Brandenburgische Konzertorchester aus Eberswalde gewohnt handwerklich-gediegen und mit dem moderierenden Dirigenten Holger Schella in seine 2013er Saison. Mit kühlem Timbre betörte Sopranistin Carola Reichenbach. Allein schon mit seiner Mimik und Gestik gewann Bariton Dejan Brkic sofort sein Publikum. Zwar zwang der Regen zum Umzug vom Schlosshof hinein in die Klosterkirche. Doch die mehr als 60 Konzertbesucher riss es auch dort im wahrsten Sinne des Wortes von ihren Stühlen und zu Beifallsstürmen hin.

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