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Knollen und Steckzwiebeln kommen jetzt in den Boden

Kleingärtner Martin Niedhoff bringt die Frühkartoffeln in den Boden.  FOTO: Gudrun Herzberg
Kleingärtner Martin Niedhoff bringt die Frühkartoffeln in den Boden. FOTO: Gudrun Herzberg

VonGudrun Herzberg

Endlich ist es soweit. Das Harken und Graben kann wieder beginnen. Die Tulpen blühen und die Saat muss in die Erde. In den Kleingärten herrscht reges Treiben. Was kommt noch in den Boden?

Demmin.„Lange genug war es kalt. Viele haben schon die Frühkartoffeln gepflanzt. Hier bin etwas hinterher“, sagt Martin Niedhoff und bereitet die Reihen für die Knollen in seinem Garten in der Anlage „Karl Foerster“ in Demmin vor. „Aber das wird alles noch. Da habe ich keine Sorge. Vier Monate können wir dann wieder von den Kartoffeln essen“, erzählt der Kleingärtner. Eine mittelfrühe Sorte bringt er in den Boden. Die anderen Beete sind schon fertig. Radieschen, Mohrrüben und Steckzwiebeln sind schon im Boden. „Nach dem 10. Mai kommen dann die Bohnen dran, dafür ist es noch zu kalt“, meint Martin Niedhoff. Er ist emsig dabei, hat noch ein großes Stück vor sich, die Kartoffeln sollen rein. Gegenüber wird schon der Rasen getrimmt. Alles wächst.
Die Kleingärtner freuen sich, wieder in ihren Gärten wirbeln zu können. „Wir haben hier auch lange warten müssen, denn die Gärten sind nach dem Winter immer sehr naß. Da kann man oft noch nichts tun“, meint Martin Niedhoff. Und mit Rohrbrüchen haben sie mit dem Anstellen des Wassers auch wieder zu tun. Die Leitungen seien einfach zu alt, jedes Jahr wird immer wieder ein Stück erneuert. Ein anderer Gartenfreund ärgert sich über brachliegende Parzellen. Oft übernehmen junge Leute einen Garten und geben dann leider schnell auf, weil es doch zu viel Arbeit macht.
Von der vielen Arbeit im Garten kann auch Siegfried Schramm auch ein Lied singen. Aber er und seine Frau sind mit Leib und Seele Kleingärtner. Da wurde jetzt im kalten Frühjahr schon zu Hause einiges ausgesät und für das Auspflanzen vorbereitet. „Kartoffeln und Bohnen sind besonders empfindlich. Da muss man aufpassen und nicht zu früh pflanzen“, sagt er. Die Kartoffel brauche bis zur Ernte 100 Tage, weiß er aus Erfahrung. Radieschen, Petersilie und Steckzwiebeln sind in seinem Garten auch schon im Boden.
Wer Kohlrabipflanzen oder Salat einsetzen will, kann jetzt die kleinen Plastehütchen drauf setzen, dann geht es schneller. Dann kann auch bald der erste Salat geerntet werden.

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g.herzberg@nordkurier.de

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