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Mit der Wehr zur Wahlurne

Ob es zur Bundestagswahl im September drei Wahllokale in der Großgemeinde Borrentin geben wird, ist derzeit fraglich.

Borrentin.Die Bundestagswahl am 22. September wirft ihre Schatten voraus. Zumindest in der Gemeinde Borrentin. Die Gemeindevertreter berieten auf ihrer jüngsten Sitzung, wo die Bürger ihre Stimme abgeben können.
Bislang gab es drei Wahlbüros in der vor zehn Jahren fusionierten Großgemeinde, eins in jeder einst selbstständigen Kommune. Seitens des Wahlvorstandes wurde nun an den Bürgermeister Eckhard Wach der Gedanke herangetragen, ob es möglich sei, das Wahlbüro in Gnevezow nicht mehr zu besetzen. Aufgrund der immer geringer werdenden Einwohnerzahl und der geringen Beteiligung an den vorgangegangenen Wahlen, sei fraglich, ob es sich lohne, dafür so viele freiwillige Helfer einen Tag lang zu binden. „Wir müssten dann die Wahlbezirke erweitern“, erläuterte Wach das mögliche Prozedere. Umständlicher sei das nur für die Gnevezower, die Bürger aus Moltzahn und Wolkwitz müssten sowieso einen Fahrweg auf sich nehmen.
Jens Huth hatte daraufhin die Idee, dass über die Feuerwehr ein Fahrdienst organisiert werden könnte. „Daran soll‘s nicht liegen. Das war ja früher auch so. Die Frage ist allerdings heute, ob man das noch darf“, wandte Wach ein. Amtsvertreter Gerhard Wiese erinnerte zudem daran, dass alle Bürger ja auch von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch machen könnten, so dass niemandem Nachteile entstünden. Der Bürgermeister betonte, dass der Gedanke der Schließung des Wahllokals in Gnevezow ausschließlich für die anstehende Bundestagswahl relevant sein könnte. „Bei Gemeindewahlen habe ich eine andere Meinung dazu.“jot

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