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Peenefest fällt ins Wasser: Stadt feiert trotzdem

VonGudrun Herzberg

Demmins Bürgermeister spannt den Regenschirm auf und mit ihm viele Gäste. Darunter lässt es sich prächtig feiern. Musik, Tanz, Geschenke und gute Laune gibt es dazu. Aber: Die Gerüchteküche brodelt.

Demmin.Nein, die Demminer und ihre Gäste lassen sich vom Regen nicht entmutigen, packen Schirm und Regenjacke ein und ab gehts ans Hanseufer zum Feiern. Das große Festzelt ist gemütlich und schützt vor Regen. „Wir Vorpommern sind hart im Nehmen, da schreckt uns auch der Regen nicht ab“, meint Petra Schumacher und verbringt nahezu den ganzen Sonnabend im Festzelt.
Bürgermeister Michael Koch räumt erst einmal Gerüchte aus dem „Zelt“. „Es wird erzählt, dass der neue Bürgermeister das Peenefest abschaffen würde. Dieses Gerücht haben wir heute erst einmal widerlegt“, sagt er zur Eröffnung des 22. Peenefestes. Und hat könglichen Besuch dabei, nicht aus Holland mit dem altbewährten Stadtausrufer Günter Kropp. Nein, auch die Lichterfestkönigin Kathleen Glawe stattet dem Fest einen Besuch ab, und das sogar an ihrem Geburtstag. Dafür gab es natürlich ein Ständchen. Bürgermeister Michael Koch, noch etwas aufgeregt bei seinem ersten Peenefest als Stadtoberhaupt, begrüßt seine Gäste aus den Partnerstädten Bobolice, Lünen und Porta Westphalica. Die polnische Bürgermeisterin Mieczkslawa Brzoza hat einen Bildband dabei, eigens gemacht von den Europatagen in Bobolice, zusammen mit den Jungen Europäern aus Demmin. Auch die Vertreter aus Lünen und Porta Westphalica genießen jedes Jahr die Gastfreundschaft. Stadtausrufer Günter Kropp hat einen Regenschirm für Michael Koch dabei, er will ihn schließlich „nicht im Regen stehen lassen“. Musikalisch hat auch das 22. Peenefest wieder eine ganze Menge zu bieten. Schon am Freitagabend wird es stimmgewaltig mit dem Peenechor. Hörenswert und mit viel Applaus belohnt werden die Solos von Monika Mayer, Stefanie Koch, Sebastian Schulz und Julia Wiese. Der Sonnabend im Festzelt beginnt mit viel Tanz und Gesang von den kleinen „Tanzmäusen“ und den Hanzesängern, dem Chor aus Bobolice, der Wotenicker Tanzgruppe und Schlagersänger Olaf Henning. Bei seinem Lied „Hol‘ das Lasso raus“ sind vor allem die Frauen nicht mehr auf ihren Plätzen zu halten. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen und die Festmeile füllt sich bis in die Abendstunden hinein. Demmin ist auf den Beinen.

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g.herzberg@nordkurier.de

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