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Privatschule ohne Nachwuchssorgen

167 Mädchen und Jungen lernen derzeit in der Demminer Waldstraße – aus unterschiedlichen Gründen.

Demmin.Der gegenwärtige Run auf Privatschulen (der Nordkurier berichtete) macht um das von einer Stiftung getragene evangelische Schulzentrum in Demmin keinen Bogen. Wie Schulleiter Jörg-Uwe Braun dem Nordkurier sagte, sei die Nachfrage sehr groß. „In Demmin haben wir andere infrastrukturelle Bedingungen als in größeren Orten. Trotzdem merken wir einen verstärkten Zulauf aus anderen Schulen.“ Das gilt nach seiner Auskunft insbesondere für Quereinsteiger, also Schüler, die schon eine oder mehrere Klassen an anderen Einrichtungen verbracht haben. „Das ist aber nicht zwingend dem staatlichen Schulsystem geschuldet“, sagte Braun. Vielmehr sollten Schüler mit erhöhtem Förderbedarf hier integriert werden. „Die Eltern wünschen einen gemeinsamen Unterricht mit anderen Kindern. Es geht weniger um das reformpädagogische Konzept.“
Das kommt laut Braun hingegen vor allem bei jenen Kindern zum Tragen, die an der evangelischen Grundschule neu eingeschult werden. Hier würden sich die Eltern bewusst für den reformpädagogischen Ansatz entscheiden.
Insgesamt lernen am Schulzentrum in der Waldstraße derzeit 167 Mädchen und Jungen. Von ihnen besuchen 86 die Grundschule. Erschöpft sind die Kapazitäten damit nicht, doch möchte sich Braun auch nicht auf eine genaue Zahl möglicher Plätze festlegen. „Das richtet sich auch nach der Schülerpersönlichkeit. Wir streben immer einen bestimmten Prozentsatz an Förderschülern an, damit die Mischung stimmt.“gwa

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