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Schulen sind auf Fusionskurs

Von unserem Redaktionsmitglied
Georg Wagner

Ab dem Jahr 2014
soll eine einheitliche Volkshochschule
von Neubrandenburg aus „regiert“ werden. Geplant ist ein gemeinsames Kursbuch für alle Standorte.

Neustrelitz.Wenn im Herbst das neue Programm der Kreisvolkshochschule erscheint, wird es wohl dicker ausfallen als bisher. Denn erstmals soll für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein gemeinsames Kursbuch erstellt werden – mit Angeboten von Demmin bis Neustrelitz, von Waren bis Neubrandenburg.
Das ist ein weiterer Schritt auf einem Weg, den der Kreistag im Juni vergangenen Jahres eingeschlagen hatte. Seither sind die Gebühren ebenso vereinheitlicht wie die Honorarsätze für die Lehrkräfte. Zwar sind die vier Volkshochschulen aus den früheren Landkreisen und der Stadt Neubrandenburg noch selbstständig, doch auch das wird sich ändern. Mit Stichtag 1. Januar 2014 sollen sie zu einer gemeinsamen Volkshochschule (VHS) fusionieren.
Streit gibt es darüber offenbar kaum. Das Ganze sei schon im Beirat gemeinsam mit den Leitern der vier Schulen besprochen und das Konzept den hauptamtlichen Mitarbeitern erläutert worden. „Es gab keine Vorbehalte, man sieht das sehr real“, sagt Klaus Salewski (Die Linke).
Der langjährige ehrenamtliche Bildungspolitiker aus Stavenhagen gehört sowohl dem VHS-Beirat als auch dem Bildungsausschuss des Kreistags an. In letzterem herrschte laut Salewski bei der jüngsten Sitzung in Röbel Konsens über die Fusionsfrage, nachdem Schulverwaltungsamtsleiter Dirk Rautmann den Weg dorthin in einer umfangreichen Präsentation vorgestellt hatte. Nach dessen Auskunft soll mit der Fusion die Fachlichkeit der einzelnen Bereiche gestärkt werden und die Verwaltungsarbeit an Effizienz gewinnen.
Für die Bürger soll sich durch die Fusion nichts ändern. Die vier Arbeitsstandorte blieben erhalten, versichert Rautmann. Allerdings könnten sich in Demmin und Neubrandenburg längerfristig die Räumlichkeiten ändern – aus Kostengründen. Denn die Ausgaben für die Unterbringung fallen in beiden Städten besonders hoch aus.
So hat laut Kreisverwaltung Demmin mit rund 49000 Euro einen Anteil von 20 Prozent daran, Neubrandenburg mit rund 122000 Euro sogar 49 Prozent. Deshalb prüft die Kreisverwaltung für Demmin einen Umzug, in Neubrandenburg sind Eigentumsfragen zu klären. „Ich möchte eine Konstellation mit einer kreislichen Schule“, so Rautmann. In Frage käme demnach beispielsweise das Demminer Gymnasium.
Entschieden indes ist laut Rautmann in dieser Hinsicht noch nichts, und auch Klaus Salewski versichert: „Das wird nicht überstürzt angegangen.“

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