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Singen ist ein Balsam für die Seele

Dass Singen dabei helfen kann, zu genesen, davon sind die Mitglieder des A-capella-Chores Demminer Land überzeugt. Anlässlich des Weltstimmtages sang der Chor um Klaus Richter (rechts) im Demminer Kreiskrankenhaus. [KT_CREDIT] FOTO: Jana Otto
Dass Singen dabei helfen kann, zu genesen, davon sind die Mitglieder des A-capella-Chores Demminer Land überzeugt. Anlässlich des Weltstimmtages sang der Chor um Klaus Richter (rechts) im Demminer Kreiskrankenhaus. [KT_CREDIT] FOTO: Jana Otto

VonJana Otto

Anlässlich des Weltstimmtages gab es im Demminer Kreiskrankenhaus etwas Besonderes: Der Frühling erwachte musikalisch.

Demmin.Singen ist etwas Wunderbares, darüber sind sich die Mitglieder des A-capella-Chores Demminer Land einig. Deshalb überlegten sie nicht lange, als Chorleiter Klaus Richter mit der Idee kam, sich am Weltstimmtag zu beteiligen. Dass es den überhaupt gibt, weiß Richter selbst noch nicht so lange. „Vom Chorverband Mecklenburg-Vorpommern bekam ich den Aufruf zugeschickt, dass möglichst viele Chöre diesen Tag aktiv gestalten“, erzählt Richter. Der Tag werde genutzt, um auf verschiedene Arten auf die Stimme aufmerksam zu machen. Neben medizinischen Fachtagungen sind eben auch Sangesleute aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen. Klaus Richter fand diesen Vorschlag im wahrsten Sinne des Wortes stimmig und begeisterte seine Mitstreiter ebenfalls dafür. Singen mache nicht nur Spaß, es sei Balsam für die Seele und könne zudem die Genesung fördern, weiß der Chorleiter. Deshalb fiel ihm die Suche nach einem geeigneten Ort nicht schwer: Das Demminer Kreiskrankenhaus sollte es sein. „Ich habe daraufhin mit einer Ärztin gesprochen, die dann alles Weitere in die Wege leitete“, erläutert Richter. Gestern Vormittag nun war es soweit. Im Foyer-Bereich der Klinik nahm der Chor Aufstellung und gab eine Kostprobe seines neuen Frühlingsprogramms „Der Frühling ist eine gefährliche Jahreszeit“. Trotz der relativ kleinen Besetzung hallten die Stimmen eindrucksvoll durchs Haus und zogen so Publikum an, die den Liedern über das erwachende Frühjahr gerne lauschten und sogar mitsangen. Und genau das wollte Klaus Richter auch erreichen. „Singen in der Gemeinschaft erwärmt und hilft uns dabei, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren“, sagte der Chorleiter überzeugt. Und so mancher Sänger hat damit auch schon eigene Erfahrungen gesammelt. „Ich war sehr froh, dass der Chor nach meinen Operationen für mich da war und ich endlich wieder dabei sein konnte“, schildert Maria Foth dankbar. Für den A-cappella-Chor war der Auftritt eine Premiere und ein Vorgeschmack auf den Nachmittag. Dann nämlich traten die Mitglieder des Klenzer
Männerchores an gleicher Stelle auf.
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j.otto@nordkurier.de

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