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Sprachliche Nachhilfe für den nächsten Urlaub

Die Demminerin Jeanette Krebs ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin. Ihre Begeisterung für Sprachen möchte sie gerne weitergeben.  FOTO: Jana Otto
Die Demminerin Jeanette Krebs ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin. Ihre Begeisterung für Sprachen möchte sie gerne weitergeben. FOTO: Jana Otto

VonJana Otto

Als Fremdsprachen- korrespondentin in der Region eine Arbeit zu finden, ist der Demminerin Jeanette Krebs bislang nicht gelungen. Doch sprachlich möchte sie deshalb nicht auf der Strecke bleiben.

Demmin.Sprachen haben Jeanette Krebs schon immer interessiert. „Das waren die Fächer, die mir in der Schule immer leicht fielen“, sagt die Demminerin. Schaut sie jetzt auf ihren beruflichen Werdegang zurück, ist die 34-Jährige froh, dass sie ihrem Instinkt gefolgt ist und nicht nachgelassen hat. Heute ist sie Fremdsprachenkorrespondentin und möchte den Spaß, den sie an Sprachen hat, gerne an andere Menschen weitergeben.
Doch anfangs machte Jeanette Krebs das, was viele junge Frauen lernen möchten. Sie wurde Bürokauffrau. „Doch ich habe mich schon während der Ausbildung ziemlich gelangweilt.“ Ewig mit Schreibkram zugedeckt, in der hinteren Ecke eines Büros und dann womöglich noch ganz ohne Kontakt zu Menschen, sei ihr Ding nicht gewesen. Dennoch blieb sie am Ball, beendete ihre Ausbildung.
Doch gearbeitet hat sie in diesem Job nicht. Vielmehr suchte sie allein nach Wegen, ihre Leidenschaft vielleicht doch noch zu einem Beruf zu machen. „Ich habe dann einfach im Berufsinformationszentrum nachgefragt, welche Möglichkeiten es gibt.“ Und sie traf auf eine Beraterin, die ihr von der Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin erzählte. Das war der Start für die junge Frau. Sie drückte nochmal die Schulbank und erlernte den zweiten Beruf in Greifswald. Englisch und Schwedisch sind ihre Steckenpferde. „Das hat mir solchen Spaß gemacht, dass ich mich richtig reinhängte und die IHK-Prüfung besser abgeschlossen habe als meinen ersten Beruf“, erinnert sie sich.
Leider fand Jeanette Krebs in Demmin oder der Region keinen passenden Job und überlegte ernsthaft, ob sie nach Schweden gehen sollte. Doch das Leben hatte einen anderen Plan und ihr erster Sohn wurde geboren. Die Idee auszuwandern, legte sie dann ad acta. Ihre Bemühungen jedoch ließen nicht nach. „Ich habe verschiedenes ausprobiert. Volkshochschulkurse besucht und fremdsprachige Romane verschlungen, um nicht aus der Übung zu kommen.“
Sie spielte mit dem Gedanken, in die Hotelbranche zu gehen, um an einer Rezeption zu arbeiten - oder auch das Abitur nachzuholen. Als Mutter von mittlerweile zwei Söhnen jedoch, begrub sie diese Träume. Vor fünf Jahren bekam Jeanette Krebs dann die Chance, an der Volkshochschule zu arbeiten. „Das war toll und ich merkte, wieviel Freude es mir macht, anderen etwas beizubringen und zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln“. Über ein Projekt des Christlichen Jugenddorfwerks (CJD) unterrichtete die Demminerin zudem Schüler, half ihnen dabei, die anstehenden Prüfungen in den Fremdsprachen zu bewältigen. Doch eine langfristige Beschäftigung, von der die junge Frau sich und ihre beiden Kinder ernähren kann, sprang nicht dabei raus.
Aufgeben jedoch ist nicht ihr Ding. Um dranzubleiben und die Sprachen weiter zu festigen, wuchs in ihr die Idee, anderen Menschen zu helfen und Unterricht anzubieten. „Gerne können Schüler zu mir kommen oder auch Erwachsene, die sich sprachlich auf eine Reise vorbereiten möchten“, sagt sie. Dabei geht es ihr nicht ums Geld, mehr als einen kleinen Zuverdienst möchte sie damit gar nicht erlangen. „Als Mutter weiß ich selbst, dass man sich Nachhilfe an entsprechenden Instituten kaum leisten kann. So bleibe ich am Ball und die Schüler profitieren auch davon.“
Wer Interesse hat, kann sich gerne bei Jeanette Krebs unter der Telefonnummer 0162 3397355 melden.

Kontakt zur Autorin
j.otto@nordkurier.de

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