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Stadt fit gegen Braun

Mädchen und Jungen aus Demminer Kindergärten gestalteten das Friedensfest 2012 mit.  FOTO: Gudrun Herzberg
Mädchen und Jungen aus Demminer Kindergärten gestalteten das Friedensfest 2012 mit. FOTO: Gudrun Herzberg

Von unserem Redaktionsmitglied
Gudrun Herzberg

Demmin tut etwas gegen Nazis. Das Aktionsbündnis 8.Mai sorgt nicht nur im Mai für eine bunte Stadt. Plätze in Demmin werden gegen den rechten Aufmarsch besetzt.

Demmin.Seit 2009 engagieren sich Hansestädter gegen den Aufmarsch der Neonazis. „Auch in diesem Jahr hat die NPD einen Aufmarsch in Demmin angemeldet. Dagegen müssen wir etwas tun“, sagt Georg Nikelski vom Aktionsbündnis. In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Akteure aus Vereinen, Verbänden und Firmen zusammengefunden, damit die Stadt bunt bleibt.
Verschiedene Orte in der Stadt werden dazu besetzt und am Hafen wurde immer ein großes Friedensfest gefeiert. Das gibt es auch in diesem Jahr wieder. Vor dem Lübecker Speicher sollen Stände und eine Bühne dazu aufgebaut werden. Aber auch die Flächen dahinter und gegenüber werden vom Aktionsbündnis besetzt und wurden beim Ordnungsamt des Landkreises bereits beantragt. „Wie sich das Ordnungsamt entscheidet, wissen wir noch nicht. Sicher ist aber, dass es wieder ein Fest gegen Rechts geben wird“, sagt Georg Nikelski. In den nächsten Wochen werden Flyer gedruckt, die dann überall verteilt werden sollen. „Bislang sind wir mit den Spendengeldern für das Fest immer ausgekommen“, meint Herma Ebinger vom Stubbendorfer Verein. Sie wünscht sich allerdings, dass diese Aufgabe zu Fördermitteln und Finanzen künftig ein Demminer Verein übernimmt. Vertreter der evangelischen Jugend der Pommerschen Kirche entscheiden sich für eine Mahnwache und hoffen, dass weitere junge Leute sich ihnen anschließen werden. Sebastian Schulz vom Demminer Peenechor regte an, musikalisch einen Beitrag mit dem Chor zu leisten. „Das müssen wir allerdings erst im Chor besprechen“, meinte er. Die Jungen Europäer, die Peene Werkstätten und auch die Bibliothek wollen Stände am Hanseufer besetzen. Repräsentanten der Region sollen angesprochen werden, sich öffentlich zu dem rechten Aufmarsch zu äußern. „Eine Menge guter Ideen für unser Friedensfest sind schon zusammengekommen. Wir hoffen, dass es weitere Aktivitäten gibt“, so Georg Nikelski. Das Aktionsbündnis trifft sich am 14. März ab 18 Uhr wieder am Hanseufer zur Vorbereitung auf das Friedensfest.

Kontakt zur Autorin:
g.herzberg@nordkurier.de

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