Demmin.Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach der Wende ist das Interesse von Bürgern nach Einsichtnahme in ihre Stasiunterlagen ungebrochen in Mecklenburg-Vorpommern. Am Dienstag, 20. März, bietet die Bundesbeautragte der Stasi-Unterlagenbehörde dazu im Demmin eine Beratung an. Eine Mitarbeiterin der Neubrandenburger Außenstelle werde im Rathaus für alle Fragen rund um Akteneinsicht, Recht auf Rehabilitierung, Wiedergutmachung und Opferrente zur Verfügung stehen, heißt es in einer Presseinformation. Es ist auch möglich, gleich einen formellen Antrag auf Auskunft, Einsicht in eventuell vorhandene Akten und Herausgabe von Kopien aus Stasi-Unterlagen zu stellen. Wer das am 20. März tun möchte, sollte seinen Personalausweis nicht vergessen. Der Leiter der Neubrandenburger Außenstelle und Filmwissenschaftler Holm-Henning Freier wird an diesem Tag im Rathaussaal die Ausstellung „Zensur und Freiheit“ eröffnen – eine Dokumentation, die die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft zeigt.(tp)