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Trotz Kraftakt bleibt Straße bis zum Stadtfest Baustelle

Mit Hochdruck arbeiten die Mitarbeiter vom PeeneBau an der Ortsdurchfahrt Neukalen. [KT_CREDIT] FOTO: Iris Diessner
Mit Hochdruck arbeiten die Mitarbeiter vom PeeneBau an der Ortsdurchfahrt Neukalen. [KT_CREDIT] FOTO: Iris Diessner

VonIris Diessner

Bauarbeiter der Firma PeeneBau Neukalen versuchen, „verlorene“ Zeit aufzuholen.

Neukalen.Die Hitze lässt die Luft flirren. Die Bauarbeiter in ihren orangefarbenen Westen sind markante Punkte an der großen Baustelle in Neukalen. Es herrscht Geschäftigkeit. Hier hebt ein Bagger Erdreich aus, an anderer Stelle werden Bordsteine gesetzt.
„Wir haben schließlich Zeit aufzuholen“, erklärt Jens Hahn. Er ist Geschäftsführer von PeeneBau Neukalen. Seine Firma ist seit August des vergangenen Jahres dabei, die Ortsdurchfahrt aus Richtung Malchin bis zum Markt zu sanieren. Etwa 800000 Euro betrage das Bauvolumen. Das bedeutet für die Kraftfahrer, die Straße ist nur einseitig mit Ampelanlage befahrbar.
Bis zum 1. Dezember habe auch alles richtig gut geklappt. Die Bauarbeiten liefen zügig. Aber dann sei der lange Winter gekommen. „Wir konnten erst Ende April wieder auf die Baustelle“, sagt der Geschäftsführer. Und es habe richtig gut geschafft. „So wie jetzt“, sagt er und schaut auf die Männer an der Straße. Mit zwölf bis 15 Leuten sei die Firma im Schnitt auf der Baustelle. Als es dann aber anfing, zwei Wochen nur zu regnen, geriet der Bau wieder ins Stocken. „Die Erde war so durchgeweicht, dass die notwendige Tragfähigkeit nicht mehr gegeben war“, erklärt Jens Hahn. Also hieß es wieder Warten auf besseres Wetter.
„Das haben wir ja nun, und deshalb konnten wir auch am Freitag und Sonnabend auf der einen Straßenseite die Schwarzdecke einbauen“, erläutert er weiter. Aber die Frage, die vielen Neukalenern jetzt auf der Seele liegt, die müsse er leider abschlägig beantworten. Bis zum Stadtfest am 22. Juni wird die Straße nicht fertig sein. Aber der Gehweg zum Park, den könne man in jedem Fall benutzen. „Ich weiß, dass sich dies viele dies anders gewünscht haben“, sagt Jens Hahn. Aber man habe bisher viel Verständnis für die Arbeiten gezeigt, das wolle er unbedingt mal erwähnen. Deshalb bedanke sich die Baufirma bei den Anliegern für die Geduld, die sie bisher bewiesen hätten.
Und über die Geschichte der Stadt habe er ebenfalls etwas von den älteren Neukalenern erfahren. Der Geschäftsführer zeigt auf einen Abschnitt an der Fritz-Reuter-Straße. Hier sei man auf eine mangelhafte Tragschicht gestoßen. Der Grund: An dieser Stelle floss mal der Stadtgraben.

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i.diessner@nordkurier.de

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