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Union fordert bei Jobs Vorrang für Brandschützer

VonGeorg Wagner

Die Stärkung des Ehrenamts in der kommunalen Gefahrenabwehr hat sich die CDU-Kreistagsfraktion auf die Fahnen geschrieben.

Neubrandenburg.Ehrenamtlich tätige Menschen im Landkreis sollen bei öffentlichen Stellenausschreibungen bevorzugt berücksichtigt werden, falls sie die gleiche Eignung haben wie andere Bewerber. Zudem soll sich der Landrat bei den Städten und Gemeinden dafür einsetzen. Diesen Antrag der CDU-Kreistagsfraktion hat der Ordnungs- und Sicherheitsausschuss mehrheitlich befürwortet.
Er hat damit ein Papier zum Beschluss empfohlen, das schon einmal kurz zur Debatte stand. Im März hatte die Union ihren Antrag im Kreistag eingebracht, der ihn dann in die Ausschüsse verwies (der Nordkurier berichtete). Dabei geht es den Christdemokraten um die Feuerwehren, die aufgrund der demografischen Entwicklung und der Anforderungen der heutigen Arbeitswelt zunehmend um ihre Tageseinsatzbereitschaft bangen.
Das ist auch dem Schweriner Innenministerium bekannt. Im Jahr 2009 hatte es in einem Schreiben an die Landräte und Oberbürgermeister für die Stärkung des Ehrenamts in der kommunalen Gefahrenabwehr geworben und angekündigt, bei eigenen Stellenausschreibungen solche Bewerber zu bevorzugen, die für das Allgemeinwohl tätig sind. Das Ministerium trug damit einer aus dem Jahr zuvor stammenden, gemeinsamen Erklärung verschiedener Verbände und Institutionen Rechnung. Die stand auch beim Antrag der CDU-Kreistagsfraktion Pate. Zugleich wünscht sie laut Fraktionsmitglied Dieter Stegemann auch eine intensivere Zusammenarbeit von Gemeinden, Ämtern, Landkreis und Land beim Brandschutz.
Die Befürwortung durch den Ausschuss hat Fraktionsvorsitzender Thomas Diener begrüßt. „Uns geht es vor allem darum, das Ehrenamt attraktiver zu machen und Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, sich für das Allgemeinwohl zu engagieren“, erklärte er. „Außerdem stärken wir mit unserem Antrag diejenigen, die bereits jetzt einen Großteil ihrer Freizeit und oftmals auch eigenes Geld für ihren Dienst an der Gesellschaft opfern.“

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