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Was tun, wenn es brennt?

Wasser marsch! Die Angst vor dem Schlauch wurden den Mädchen und Jungen spielend genommen.  FOTOS: Jana Otto
Wasser marsch! Die Angst vor dem Schlauch wurden den Mädchen und Jungen spielend genommen. FOTOS: Jana Otto

VonJana Otto

Brandschutz wird an der Sarower Grundschule großgeschrieben. Doch finden die Kinder nach dem Umbau des Schulgebäudes auch im Ernstfall den Weg nach draußen?

Sarow.Die Klingel schellt dreimal, es gibt Alarm in der Sarower Grundschule. Alle Kinder und Lehrer wissen, was jetzt zu tun ist. Sie verlassen das Schulhaus auf den vorgeschriebenen Wegen. Die Theorie sitzt, doch ob das auch in der Praxis klappt, konnten alle gemeinsam am Freitagvormittag üben. Gemeinsam mit den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr Sarow wurde der Ernstfall geprobt – zum ersten Mal, nachdem das Schulhaus in umfangreichen Bauarbeiten brandschutztechnisch aufgerüstet wurde. Die zwei Klassen der unteren Etage verließen das Gebäude durch die neue Feuerschutztür, die Kinder aus den oberen Räumen nutzten dafür die außen liegende Feuerschutztreppe.
„Es hat alles super geklappt, die Schule war sehr schnell evakuiert“, freut sich Schulleiterin Barbara Engelbrecht. Brandschutz werde hier großgeschrieben und der Ernstfall zweimal jährlich geprobt. „Darauf bereiten wir die Kinder natürlich vor, so dass nichts in Vergessenheit gerät“, erläutert die Lehrerin. Doch wann die Alarmierung erfolgt, wissen die Grundschüler nicht. Umso echter ist dann das Szenario. Auch der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Sarow zeigte sich zufrieden mit der Übung. „Ich denke, die Kinder sind gut gerüstet“, schätzte Danny Engelbrecht ein. Für seine Truppe war es auch das erste Mal, dass sie sich unter den neuen Gegebenheiten in dem Gebäude zurechtfinden mussten. Die neuen Fluchtwege haben funktioniert.
Und wo die Feuerwehrleute nun schon einmal da waren, blieben sie auch. Denn im Anschluss an diese Übung zeigten die zwölf Frauen und Männer den Kindern an verschiedenen Stationen, was im Einsatz wichtig ist. Dabei blieb es nicht beim Zugucken allein. Die Mädchen und Jungen ließen sich erklären, wie ein Schlauch auf- und wieder ausgerollt wird und probierten es dann selbst einmal. Auch Knoten wurden gebunden und die Spritze mit dem Wasser kam auch zum Einsatz. „Für mich ist das nichts, das Wasser spritzt ja nach allen Seiten“, meinte Frederike naserümpfend. Und damit war sie nicht allein. Auf die Frage, wer sich denn vorstellen könnte, bei der Feuerwehr mitzumachen, schnellten vor allem die Arme der Jungen hoch. Einige von ihnen sind bereits bei den Löschzwergen aktiv und konnten ihren Mitschülern dadurch an den Stationen prima helfen. Und ganz im Stillen hofft Danny Engelbrecht, dass die Begeisterung für die Wehr bei dem einen oder anderen nachhaltig ist. „Wir brauchen wie alle anderen auch dringend Nachwuchs.“
Unter die Grundschüler hatte sich auch die Vorschulgruppe der AWO-Kita
Ganschendorf gemischt. Die meisten dieser Mädchen und Jungen werden ab dem nächsten Schuljahr in Sarow lernen und wissen nun auch schon einmal, was dort im Ernstfall zu beachten ist. „Es gibt ja einen Kooperationsvertrag mit der Kindertagesstätte. Und hier bot es sich ja einfach an, die Kita miteinzuladen“, erläuterte Barbara Engelbrecht. Den Kinder hat das gut gefallen.

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j.otto@nordkurier.de

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