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Wehr-Plan wird heiß diskutiert

Stubbendorfs Ortwehrführer Klaus Paal kann sich freuen: Das 40 Jahre alte Löschfahrzeug soll ersetzt werden.  FOTO: Graefe
Stubbendorfs Ortwehrführer Klaus Paal kann sich freuen: Das 40 Jahre alte Löschfahrzeug soll ersetzt werden. FOTO: Graefe

VonGerald Gräfe

Nach einem Jahr Diskussion liegt der Entwurf zur künftigen Struktur der Darguner Feuerwehren vor: Zu entscheiden haben darüber nun die Stadtvertreter.

Dargun.Ja sie weiß, bei ihr wird nun wohl wieder das Telefon ständig klingeln. Roswitha Trost, Leiterin des Ordnungs-, Sozial- und Bauamtes in der Darguner Stadtverwaltung, kennt die Befindlichkeiten der bis vor kurzem noch vier Ortswehren im Stadtgebiet.
Doch es könne bei deren Ausstattung mit Fahrzeugen und Technik nicht nach dem System „Wünsch dir was“ gehen. Deshalb habe ein Jahr lang eine Arbeitsgruppe den derzeitigen Stand des Feuerlöschwesens erfasst und die künftige Struktur diskutiert. Vertreter von Wehren und der Fraktionen im Stadtparlament haben ein Arbeitspapier erstellt, welches seit kurzem für die Stadtvertreter zur Diskussion und Beschlussfassung vorliegt.
„Harten Tobak“ bedeutet das Papier für die einst eigenständigen Brandschutzhelfer in Groß Methling: Deren Spritzenhaus soll, so Trost, den Vorstellungen der Arbeitsgruppe nach zum kommenden Jahresende geschlossen werden. Das darin stehende Fahrzeug könnte ein Tanklöschfahrzeug der Ortswehr Dargun ersetzen. Die Mitglieder der Methlinger Löschgruppe würden demnach ihren Dienst im zwei Kilometer entfernten Spritzenhaus der Ortswehr Stubbendorf ableisten.
„Rosiger“ sieht es für die Brudersdorfer Feuerwehrleute aus: Bis vor kurzem noch eigenständige Ortswehr, haben sie sich als Löschgruppe ihren Stubbendorfer Kameraden angeschlossen. Damit ist die Zukunft des Brudersdorfer Spritzenhauses mit dessen derzeitiger Technik erst einmal gesichert. Die Darguner Kameraden werden sich wohl von einem Wunsch verabschieden müssen: Kein neues Vorausfahrzeug wird es laut Vorstellungen der Arbeitsgruppe geben. Das derzeitige Fahrzeug soll dafür zum Einsatzleitfahrzeug umgebaut werden. Hingegen darf sich die Stubbendorfer Ortswehr von ihrem 40 Jahre alten Löschfahrzeug verabschieden: Ein generalüberholtes oder gar neues Fahrzeug soll angeschafft werden.
Bei ihrer Entscheidung zur künftigen Ausgestaltung des Darguner Brandschutzwesens sollen sich die Stadtvertreter aber nicht nur auf das hausgemachte Papier der Arbeitsgruppe verlassen, wie Bürgermeister Karl-Heinz Graupmann (Die Linke) betont. Das Gefahrenpotential soll über einen Brandschutzfachmann analysiert werden.
Damit, so Graupmann und Trost, erhalte man fundierte Aussagen zum nötigen Ausrüstungsbedarf der Darguner Gemeindewehr. Mit ins sprichwörtliche Boot würden die großen Unternehmen und die Sozialeinrichtungen genommen werden. Denn gerade auch die möglichen Gefahren, die von den Lebensmittelbetrieben und den Seniorenheimen ausgehen könnten, gelte es zu erfassen. Das könnte auch bedeuten, dass die örtliche Wirtschaft sich künftig an der finanziellen Ausstattung der Feuerwehren beteiligen würde, wie es Gemeindewehrführer Hartmut Antenen vorschlug. Erst einmal müsse aber das Gefahrenpotential ermittelt werden, bemerkt Bürgermeister Graupmann.

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