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Wille der Demminer kommt spät an

VonGudrun Herzberg

Für den Erhalt des Amtsgerichtes haben Bürger aus der Hansestadt Unterschriften gesammelt. Die sollen nun endlich nach Schwerin. Termine für die Übergabe wurden immer wieder verschoben.

Demmin.„Ich bin verärgert, warum haben wir eigentlich unsere Unterschrift gegeben?“, sagt Wolfgang Besch. Wenn die Demminer Unterschriften erst zur Tagung des Europa- und Rechtsausschusses im Juni nach Schwerin kommen, ist die Aktion doch verpufft. Das sehen auch einige Mitglieder der Arbeitsgruppe Amtsgericht so. „Wir haben die Unterschriftenaktion für den Erhalt des Demminer Amtsgerichtes erfolgreich beendet. Nahezu 1200 Unterschriften liegen vor. Aber eigentlich sollten die schon im März nach Schwerin“, erklärt Reinhardt Friedrichs. „Die Zweigstelle für das Demminer Amtsgericht ist ein wichtiges Teilergebnis, aber das kann nicht zufrieden stellen“, sagt Altbürgermeister Ernst Wellmer. Demminer haben sich zum Erhalt des Amtsgerichtes auch den Bürgerbeauftragten des Landes, Matthias Crone, gewandt. „Demmin soll als Zweigstelle des Amtsgerichts Neubrandenburg aufrecht erhalten werden“, schreibt der Bürgerbeauftragte. „Ich habe allerdings, das möchte ich auch deutlich sagen, wenig Hoffnung, dass sich für Demmin mehr als die Beibehaltung einer Zweigstelle erreichen lassen wird.“ Dem Europa- und Rechtsausschuss liegt im Juni der Gesetzesentwurf zur geplanten Gerichtsstrukturreform vor. Inzwischen wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, um den Minimalaufwand für die Sanierung des vorderen Gebäudes des Amtsgerichtes zu ermitteln. „Wir rufen zu den nächsten Aktionen am 22. Mai in Neubrandenburg und am 5. Juni in Schwerin auf“, so Wellmer.

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g.herzberg@nordkurier.de

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