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Wirtschaft ist jetzt Chefsache

Demmin.An der Wirtschaftsförderung der Hansestadt gab es in der Vergangenheit immer wieder Kritik. Zwar will kaum ein Unternehmer öffentlich darüber sprechen, doch hinter vorgehaltener Hand ließ so mancher seinem Ärger freien Lauf.
Das will Bürgermeister Michael Koch (CDU) offenbar ändern. Er hat die Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklärt. Sie sei ihm direkt unterstellt, ließ er auf Anfrage des Nordkuriers wissen. Zwar seien Neuansiedlungen aufgrund der generellen wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland schwierig. „Es ist aber auch sehr wichtig, die bestehenden, langjährig im Territorium tätigen Unternehmen im Rahmen der Bestandspflege zu unterstützen“, erklärte er. Öffentliche Einrichtungen wie die Stadt oder auch die rein kommunale Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft seien hier bei Auftragsvergaben wichtige Partner. „Aber auch meine Unternehmensbesuche und die dabei stattfindenden Gespräche über Perspektiven, Auftragslage und mögliche Unterstützungsleistungen durch die Stadt sehe ich als eine Form unserer Wirtschaftsförderung an.“
Das spielt für die finanzielle Lage der Hansestadt ebenfalls eine erhebliche Rolle. Sie plant in diesem Jahr mit Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Allerdings ist noch nicht sicher, ob sie in der vollen Höhe fließen wird. Denn die Planzahl kann sich im Lauf des Jahres noch ändern.
Dabei kann sich die Stadt aber auf Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahren stützen. Im vergangenen Jahr lagen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer laut Verwaltung bei rund 2,5 Millionen Euro, ein Jahr davor waren es rund 2,6 Millionen. 2010 flossen rund 2,2 Millionen Euro in die Stadtkasse und 2009 rund 1,9 Millionen.gwa

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