Februar 22, 2012
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Vermischtes von Redaktion

Wo bei Goethe Musik die erste Geige spielt

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Die Musiker des Goethegymnasiums – hier Bläser der Klasse 6 bei ihrem jüngsten Auftritt in der Demminer St.-Bartholomaei-Kirche – sind aus dem Kulturleben der Region kaum wegzudenken. FOTOs: Stefan Hoeft
Von unserem Redaktionsmitglied
Stefan Hoeft

Demmin/Jarmen/Loitz.Das Goethegymnasium Demmin mit einem Fahrschüleranteil von rund 70 Prozent deckt vor allem den Altkreis Demmin ab – inklusive der Amtsbereiche Peenetal-Loitz und Jarmen-Tutow. Andererseits übt es in Vorpommern eine sprichwörtlich klingende Sonderstellung aus: Einhergehend mit der „normalen“ höheren Schulbildung fördert es seit 1983 musikalische Talente.
Daher existieren in dieser Richtung keine Einschränkungen beim Einzugsbereich, wie Leiter Roland Heiden erklärt, die Schüler dürfen aus dem ganzen Land kommen. Obendrein ermöglicht eine Sondergenehmigung in den Extra-Klassen einen früheren Start am Gymnasium als üblich: Begabte Schüler erhalten ab Klasse 5 neben dem Stoff der Orientierungsstufe eine breite musikalische Ausbildung, deren Basis qualifizierter Musik- sowie Instrumentalunterricht und Chorarbeit bilden. Jedoch ist es auch möglich, als Quereinsteiger in den Klassenstufen 7 – 11 in eine Musikklasse aufgenommen zu werden.
Die Absolventen erhalten kostenfrei Unterricht am Klavier oder Blasinstrument. Zudem singt jeder in mindestens einem der vier weit über die Landesgrenzen erfolgreichen Chöre der Schule, existieren mehrere Bands. „Hier entfalten sich stimmliche Qualitäten ebenso wie soziale Kompetenzen und das allgemeine musikalische Verständnis. Hier finden die gemeinsamen Aktivitäten wie Konzerte, Wettbewerbsreisen, Probenlager statt, an die sich unsere Schüler noch Jahrzehnte nach der Schulzeit erinnern“, heißt es auf der Homepage. Und Direktor Heiden weiß, dass Musik auch die übrigen Kompetenzen der jungen Leute fördert.
Seine Schützlinge sind aus dem Kulturleben der Region kaum wegzudenken, laden zu vielfältigen Musikveranstaltungen ein oder geben Gastspiele. Sanierungen, Um- und Anbauten an den gut einen Kilometer voneinander entfernten zwei Schulstandorten des Gymnasiums haben nach Darstellung Heidens fast für paradiesische Zustände gesorgt, was das Platzangebot betrifft. Dazu zählen flexible Klassenzimmer, 90 Computerarbeitsplätze, viele Probenräume, eine gewaltige Aula, ein Tonstudio und eine große lichtdurchflutete Cafeteria. Eine Besonderheit stellt das neben Haus II existierende Schulinternat samt zwei Erziehern dar.
Große Stücke hält der Goethe-Chef auf den auch landespolitisch sehr aktiven Schulelternrat sowie den Schulförderverein, der mit seiner Arbeit und erheblichen Geldsummen den Unterricht, Investitionen, Instrumentenkäufe, Veranstaltungen, Fahrten unterstützt.
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