
| Jagd |
von Peter Machule
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„Ursprünglich wollte ich Biologie studieren, doch dann absolvierte ich in Bochum eine dreijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Präparationsassistenten“, verrät der Greifswalder. Es folgte ein Volontariat im Naturkundemuseum Münster.
Seit 2004 ist Labahn als selbstständiger Tierpräparator tätig. „Anfangs eröffnete ich meine Werkstatt in Liepen bei Anklam, im Jahr 2007 zog ich dann nach Greifswald um und betreibe nun dort meine Werkstatt als Einzelkämpfer“, blickt der Experte auf seine bisherige berufliche Entwicklung zurück.
Dabei hat er es durchaus mit Vielfalt zu tun. Und auch mit internationalen Exemplaren. Denn seine Präparat umfassen das gesamte Sortiment sowohl einheimischer als auch afrikanischer jagdbarer Wildarten. So fertigt er Präparationen von Säugetieren, Vögeln, Fischen oder Reptilien. Doch ein Tabu, eine Grenze gibt es bei dem jungen Mann auch: bei Haustieren ist Schluss.
Auch was die Größen der Präparationsobjekte angeht, ist Vielfalt angesagt: Angefangen vom winzigen Zaunkönig über Wasserbüffel, Oryxantilope, Zebra, Seeadler, Straußenvogel, Zander, Hecht, Aal bis hin zum ausgewachsenen Rothirsch– bisher scheute Labahn keinen noch so kniffligen Auftrag. „Wichtig ist der Gesamteindruck der fertigen Arbeit, wobei jedes Stück ein Unikat ist und möglichst authentisch aussehen sollte.“ Am schwierigsten sei das Präparieren von Singvögeln, da deren Haut sehr leicht reiß, oder auch die Darstellung der Statik von Großsäugetieren verlange den ganzen Fachmann. Daher besitzt er auch umfangreiche Kenntnisse auf dem Gebiet der Anatomie.
„Als häufigsten Werkstoff verwende ich Polyurethane-Schaum für Vogelkörper und Tierköpfe sowie Ton, Silikon und Expoxydharz“, erzählt Thomas Labahn. Seine Kunden kommen sowohl aus Vorpommern wie auch aus Sachsen oder gar dem fernen Bayern. Es sind zumeist Jäger, Museen oder Privatpersonen.
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