
| Verkehr |
von Redaktion
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Was wären sie ohne Bus? Für viele Menschen in ländlichen Gegenden sind die Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) unverzichtbar. Im Großkreis Vorpommern-Greifswald sind neun Busunternehmen mit ihren Fahrzeugen unterwegs. Seit Jahresbeginn gibt eine Mobilitätszentrale Auskunft über Fahrziele, Preise, Anschlüsse und optimale Verbindungen. Dabei beschränkt man sich nicht nur auf die Busse sondern bezieht auch das regionale Angebot der Bahn ein. Ihren Sitz hat die Mobilitätszentrale am Greifswalder Busbahnhof.
Wer die kostenlose Servicenummer 0800 5390000 anruft, hat dort entweder Nadine Wenzel oder Martina Fischer am Apparat. Sie sind montags bis freitags von 6 Uhr bis 18 Uhr zu erreichen. Die beiden kennen sich nicht nur mit Fahrpreisen und Fahrplänen aus, sie helfen auch wenn Gepäck verloren geht oder gefunden worden ist. Gegründet wurde die Einrichtung im März 2011. Träger ist der zu den Stadtwerken Greifswald gehörende städtische Verkehrsbetrieb. Dem Start zu Jahresbeginn gingen Informationen und Abstimmungen mit den Partnerbetrieben der Region voraus, sagt Geschäftsführer Oliver Haarmann. Auch die Damen vom Telefon waren dort unterwegs. Schließlich muss man ja wissen, wie es mit dem Busfahren vor Ort aussieht, wenn da eine Anfrage aus Eggesin oder Murchin kommt.
Am dritten Tag ihrer Arbeit können Nadine Wenzel und Martina Fischer noch keine Romane erzählen. Das sieht zur Jahresmitte vermutlich anders aus. Schließlich sind die beiden Frauen auch jene, bei denen die Fahrgäste ihre Beschwerden loswerden können. Geschäftsführer Haarmann sagt, dass man keineswegs mit dem Anspruch endgültiger Perfektion gestartet sei. Man wolle das System stetig verbessern. Dabei sei man auf die Hinweise der Kunden angewiesen. Ob die immer mehr werden, vermag er nicht zu sagen.
Doch der Bedarf an Mobilität ohne eigenes Auto werde in den nächsten Jahren zunehmen. Dessen sei er sich gewiss. Auf die Politik und die Verwaltung des Großkreises würde da noch einiges zukommen. Die Erfahrungen, die in der nächsten Zeit in der Mobilitätszentrale gesammelt werden, können bei der Lösung dieser Aufgaben gewiss helfen. Was heute hauptsächlich als Schülerverkehr zu bewältigen sei, müsse dann als Seniorenverkehr in Angriff genommen werden.
Denen Mobilität zu garantieren, haben sich nicht zuletzt die Grünen im Kreistag auf die Fahnen geschrieben. Der Leiter ihres Regionalbüros in Greifswald, Kay Karpinsky, hat bereits Initiativen in dieser Sache angekündigt. Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Vorpommern-Greifswald sei ein gesellschaftliches Zukunftsthema, heißt es.
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