Do. 05. Juli 2012
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Bürgerinitiative von Redaktion

Führende Politiker gehen gegen Nazi-Pressefest vor

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Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König ruft ebenfalls zum mutigen Handeln auf. FOTO: Zander
Vorpommern-Greifswald.Landrätin Barbara Syrbe und Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König, haben sich gemeinsam dem Aufruf angeschlossen, dem für August in Viereck geplanten „Pressefest“ der NPD ein klares Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten entgegen zu setzen.
„Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, den neuen Nationalsozialisten nicht das Feld zu überlassen und an den zeitgleich in Pasewalk stattfindenden demokratischen Kulturveranstaltungen teilzunehmen“, sagte Syrbe.
NPD und rechte Kameradschaften stellten Mecklenburg-Vorpommern im Allgemeinen und Vorpommern im Besonderen unter Ihresgleichen immer wieder als „Musterregion der rechten Bewegung“ dar, in der man derartige Veranstaltungen in Ruhe stattfinden lassen könne.
„Es ist wichtig zu zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung eben damit nicht einverstanden ist und antidemokratisches Handeln, Intoleranz sowie menschenverachtendes Gedankengut ablehnt“, sagte König.
Vor diesem Hintergrund sind alle demokratischen Kräfte, Parteien, Kirchengemeinden, gesellschaftlichen Gruppierungen, Vereine und Einzelpersonen aufgerufen, mit vielfältigem Engagement Position zu beziehen.
Um diesem Aufruf Taten folgen zu lassen, findet heute Nachmittag um 15:30 Uhr die Gründungsveranstaltung eines Aktionsbündnisses im Lokschuppen Pasewalk statt. Ziel der Organisatoren ist es, gegen diese NPD-Kundgebung ein demokratisch motiviertes Kulturfest zu koordinieren.An Engagierten mangelt es dabei offenbar nicht. Bereits im Vorfeld hätten zahlreiche Vertreter von Organisationen oder Einzelpersonen ihr Kommen zugesagt, interessierte Bürger sind ebenfalls mehr als willkommen, so die Bündnisgründer. Organisationen wie die AG Landfrieden, der Verein Demokratisches Ostvorpommern oder das Schloss Bröllin laden zur Gründungsveranstaltung ein, zu den Unterstützern zählt auch die Amadeu Antonio Stiftung.
Wie berichtet, plant die NPD, am 10. und 11. August in Viereck bei Pasewalk das Pressefest ihres Parteiorgans „Deutsche Stimme“.Erwartet werden mehrere Hundert Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet.
Da es verwaltungsrechtlich nicht möglich sei, das Fest zu verbieten, da es auf privatem Grund stattfindet, versuchen Landkreis und Privatpersonen nun, das Fest mit Gegenveranstaltungen zu untergraben.nk
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