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Geld ist knapp: Strom statt Lernen

Den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern laufen die Personal- und Energiekosten aus dem Ruder. Die zugesicherten jährlichen Zuwächse von 1,5 Prozent für die Hochschulhaushalte reichten nicht aus, um die gestiegenen Kosten nur annähernd abzudecken, hieß es aus allen sechs Hochschulen des Landes. „Zurzeit leben die Hochschulen von der Hand in den Mund“, sagte der Rektor der Universität Rostock und Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Wolfgang Schareck.

„Das kann so nicht weitergehen. Schon mittelfristig wird das unsere Wettbewerbsfähigkeit enorm schwächen.“ Allein die Uni Rostock beziffert für 2014 ihren Mehrbedarf auf 8,5 Millionen, die Universität Greifswald auf 6,8 Millionen Euro. Die Fachhochschule Stralsund benötigt 600000 Euro, die Fachhochschule Neubrandenburg 400000 Euro mehr Geld.

„Wir kompensieren das Defizit durch das Angreifen von Rücklagen – zulasten der Forschung und Lehre“, sagte der Rektor der Fachhochschule Neubrandenburg, Micha Teuscher. Schareck lobte das Engagement des Landes bei Investitionen in die Infrastruktur. Diese seien vorbildlich. „Anders sieht es bei den Personalkosten aus. Hier zehren wir angesichts enormer Sparauflagen von der Substanz“, sagte er. Die Hochschulen sehen eine immer stärkere Diskrepanz zwischen der Finanzausstattung der Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern und denen in den West-Bundesländern. Aus Sicht der Fachhochschule Stralsund ist die finanzielle und personelle Ausstattung für den laufenden Betrieb ungenügend.

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