Do. 05. Juli 2012
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Unternehmen von Redaktion

In Lubmin läuft’s wie geschmiert

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) legte persönlich Hand an, ebenso Bauleiter Ralf Stüber und Firmenchef Paul Becher. [KT_CREDIT] FOTO: G. Kords
Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) legte persönlich Hand an, ebenso Bauleiter Ralf Stüber und Firmenchef Paul Becher. [KT_CREDIT] FOTO: G. Kords
Von unserem Mitarbeiter
Gabriel Kords

Am Dienstag war die Grundsteinlegung für ein Schmierstoffwerk in Lubmin. Das Unternehmen investiert 17 Millionen Euro und schafft 26 Arbeitsplätze. Ein Teil der Investition fördert das Wirtschaftsministerium. Grund genug für Minister Harry Glawe vor Ort zu sein.

Vorpommern.„Jetzt geht’s richtig los“ – so fasste Ralf Stüber den aktuellen Stand der Dinge an seiner Baustelle am Lubminer Hafen zusammen. Dort legte er gemeinsam mit Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) den Grundstein für ein neues Schmierstoffwerk der Firma Bautec-Lubmin.
Ab 2013 sollen dort hoch spezialisierte Öle und Schmierstoffe für Motoren und die Industrie hergestellt werden. Dass das Unternehmen sich in Vorpommern und nicht wie zunächst geplant in Brunsbüttel an der Elbmündung niederließ, lag nicht zuletzt an der guten Infrastruktur in Lubmin.
Die Firma will ihren Verkehr nicht nur per Lkw abwickeln, sondern auch per Schiene und über den Seeweg. Beides gibt es in Lubmin direkt am Werkstor. Hinzu kommt die Nähe zu Osteuropa. Auch die öffentlichen Subventionen dürften eine Rolle bei der Standort-Wahl gespielt haben. Stolze 3,25 Millionen Euro gibt das Wirtschaftsministerium zu der 17-Millionen-Investion hinzu, ein Teil davon sind EU-Gelder. „Ich freue mich besonders, dass sich das Unternehmen in Vorpommern niederlässt“, sagte Minister Glawe. Die landeseigene Wirtschaftsfördergesellschaft MV-Invest werde künftig verstärkt für Vorpommern werben, kündigte er an, denn die Region habe Wirtschaftsförderung besonders nötig.
Auch Lubmins Bürgermeister Axel Vogt freute sich über die Grundsteinlegung: „Jetzt zahlen sich die hohen Investitionen in das Areal aus.“ So rollte in den vergangenen Jahren kaum noch ein Zug über die neue Schienenanbindung des Industriehafens. Das werde sich jetzt wohl bald ändern.
Das beste seien aber die 26 dauerhaften Arbeitsplätze, die neu entstehen. Wenn dann ab 2013 die Geschäfte gut gehen, soll die Firma schon bald erweitert werden, verspricht das Unternehmen. Umweltgefahren gingen von dem neuen Werk nicht aus, sagt Bauleiter Ralf Stüber: „Zum einen ist das Gebäude durch doppelte Tanks und eine Wanne nach unten abgeschirmt. Das ist zurzeit europaweit einmalig.“ Geräusche oder Abgase werde das Unternehmen ebenfalls nicht ausstoßen, verspricht er.
Die größten Strapazen hat Stüber indes noch vor sich: Auf dem Gelände wurden gerade die ersten Gruben ausgehoben, der Zeitplan ist ambitioniert. „Ob wir es wirklich bis April schaffen, hängt davon ab, wie der Winter wird“, sagt er.
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